Bildungsketten-Werkstatt Arbeitsgruppen vertiefen grundlegende Themen

30.10.2012 | Hagen

Die erste Bildungsketten-Werkstatt war ein voller Erfolg. Schon jetzt zeigt sich: Die Premiere in Hagen lieferte viele kreative Lösungsansätze für die Herausforderungen am Übergang Schule-Beruf.

Keine langen Reden, nur ein kurzes Grußwort: Die knapp 100 geladenen Fachkräfte strömten beim Auftakt zur neuen Bildungsketten-Werkstatt zügig in die Arbeitsgruppen. Ihr Auftrag lautete, Materialien und Handlungstipps zu erarbeiten, die sie in ihrer täglichen Arbeit einsetzen können, die aber auch von anderen Akteurinnen und Akteure der Initiative Bildungsketten genutzt werden können – nach dem Prinzip „von der Praxis für die Praxis“.

Die Ergebnisse der Werkstatt kamen auf den Prüfstand. Jede Arbeitsgruppe wertete ihre Erkenntnisse auf der Lern- und Arbeitsplattform www.qualiboxx.de aus.

Lösungsorientiert und praxisnah

Soviel ist sicher: Die fünf Werkstatt-Gruppen benannten die wichtigsten Herausforderungen und skizzierten konstruktive Lösungsansätze für die folgenden Themen:



  • Gruppe 1: Rollenverständnis von Berufseinstiegsbegleitern an der Schule
  • Gruppe 2: Arbeiten mit den Ergebnissen der Potenzialanalyse
  • Gruppe 3: Unterstützung der Berufseinstiegsbegleiter bei der Ausbildungsplatzsuche
  • Gruppe 4: Kenntnis und Nutzen von Netzwerken bei der Berufseinstiegsbegleitung
  • Gruppe 5: Berufseinstiegsbegleitung für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Eine Gruppe Jugendlicher (Gruppe 6) an der Gesamtschule Hagen-Haspe erörterte parallel, wie die perfekte Begleitung aussieht.  „Mit der Bildungsketten-Werkstatt eröffnet sich ein thematisch breit angelegtes Veranstaltungsformat, an dem sich Fachkräfte der Initiative vielfältig beteiligen können“, erklärte Satiye Sarigöz, stellvertretende Leiterin der Servicestelle Bildungsketten beim BIBB. In der Werkstatt werden Themen vertieft, die bei den acht Regionalkonferenzen und beim Berliner Auftaktkongress bereits angesprochen wurden.
 

Das Werkstatt-Konzept stieß in Hagen auf breite Zustimmung. Entscheidend war, „dass die meisten Teilnehmer an der Basis tätig sind und mit Schülerinnen und Schülern zu tun haben“, so Michael Haus (FAA West). Andere wie Ute Jungherz (Jugendhilfe Köln) waren angenehm überrascht, „wie lösungsorientiert und praxisnah in den Workshops diskutiert wurde“. Unterm Strich fassten viele Teilnehmenden die Werkstatt als eine Veranstaltung mit hohem Nutzwert auf.

Starke Moderation

Dazu trugen auch die sechs Profi-Moderatoren erheblich bei. „Methodisch top, inhaltlich klasse“, urteilte Nicole Antenbrink-Ufer(InBIT Ahlen). Das Team um Cordula Franke aus dem bayerischen Tacherting setzte gezielt unterschiedliche Techniken ein, zum Beispiel Rollenspiele, Diskussionsrunden und Gruppenarbeit. „Schon in der Vorstellungsrunde am Morgen hatte es außergewöhnlich angefangen, alles ergab einen Sinn“, sagte eine Teilnehmerin zufrieden.

In der qualiboXX hatten sich die Moderatoren mit den Teilnehmenden auf die erste Werkstatt vorbereitet. Gemeinsam stimmten sie sich über das Ziel ihrer Arbeitsgruppe ab, legten den Programmablauf fest und studierten relevante Literatur. Der Vorteil: Die Teilnehmer starteten mit dem annähernd gleichen Kenntnisstand in die Workshops, alle konnten sofort in die fachliche Diskussion einsteigen.

Einige Teilnehmer waren so begeistert, dass sie einen „Stammtisch“ gründen wollen, um sich weiter fachlich auszutauschen. Ort und Termin sollen in der qualiboXX bekanntgegeben werden. „Ich muss mich da jetzt mal ganz schnell anmelden“, sagte eine Berufseinstiegsbegleiterin – und lachte herzlich.

Ansprechpartner

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    • E-Mail-Adresse: Michael.Schulte@bibb.de
    • Stv. Leiterin Servicestelle
    • Satiye Sarigöz
    • Telefonnummer: 0228/107-2824
    • E-Mail-Adresse: satiye.sarigoez@bibb.de