WorldSkills 2013: Wattwandern für die Potenzialanalyse

02.07.2013 - 07.07.2013 | Leipzig

Mit vereinten Kräften das rettende Ufer erreichen – auf einer „Wattwanderung“ stellen die jungen Gäste der WorldSkills ihre Potenziale unter Beweis und grübeln über „Ausbildung und Beruf“ beim VerA-Quiz.
„Weiter geht’s!“ „Gib mir Deine Hand!“ Die Schülerinnen und Schüler kennen sich gar nicht, aber sie haben ein gemeinsames Ziel: das rettende Ufer erreichen. Sie unternehmen eine „Wattwanderung“ auf der Bildungsketten-Bühne der WorldSkills Leipzig 2013, der Weltmeisterschaft der Berufe.  „Ich weiß, ihr kennt euch nicht – aber ihr müsst euch beraten!“ – empfehlen die Sozialpädagoginnen Veronika Wenck und Doreen Jürse von der Anerkannten Schulgesellschaft Sachsen und geben Tipps. „Hier im Spiel zeigt sich: Wer übernimmt die Führung? Wer motiviert die anderen? Wer ist kreativ?“

„Das Spiel ist Teil der Potenzialanalyse, die  z. B. im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms oder der Berufseinstiegsbegleitung an Schulen durchgeführt wird“, erklärt Michael Schulte von der Servicestelle Bildungsketten. Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse finden bei der Potenzialanalyse in einer Reihe von Übungen ihre persönlichen Stärken heraus.

Die Spielregeln: Während einer Wattwanderung hat eine Gruppe die Flut falsch eingeschätzt. Nun sind die Jugendlichen auf einer Sandbank gefangen und müssen gemeinsam zurück ans sichere Ufer gelangen. Hierfür stehen der Gruppe nur ein paar Trittsteine zur Verfügung. Die Steine, hier in Form von Teppichfliesen, werden von den Teilnehmern auf dem Boden platziert. Die Herausforderung für die Gestrandeten: Auf jedem Trittstein muss mindestens ein Fuß sein, sonst spült die Flut die Steine weg. Es dürfen aber nicht mehr als zwei Füße sein. Und neben die Steine ins Wasser treten darf man auch nicht. Gar nicht so einfach!

Moderator Mike Petschel fasst es nicht: „Hey, Jungs, was ist denn los? Ihr könnt die Mädels doch nicht einfach da hinten auf der Sandbank zurücklassen!“ - Die eine Hälfte der Gruppe hat das Ufer erreicht, aber ohne Rücksicht auf den Rest des Teams. Die Trittsteine wurden von der Flut weggespült, zurück bleiben einige Mädchen.

Neustart: Die Gruppe bekommt noch eine Chance. Dieses Mal legen die Jugendlichen nicht gleich los, sondern stecken die Köpfe zusammen und schmieden einen Plan. Und jetzt glückt die Unternehmung: Die Schüler schaffen es gemeinsam ans rettende Ufer.

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„Beantwortest Du mir eine Frage?“
„Ja.“
„Wie heißt Du?“
„Tim.“
„Das ist richtig.“

Lacher im Publikum, vorbeiziehende Jugendliche bleiben stehen. Moderator Mike Petschel lädt sie auf die Bühne ein. Auf dem Programm steht das VerA-Quiz. „VerA“ steht für Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Zwei Ehrengäste betreten die Bühne: Ernst Gailer und Maria Diatovscaia. Sie bilden ein VerA-Tandem. Maria hat gerade ihre Ausbildung zur Bürokauffrau erfolgreich abgeschlossen - mit Unterstützung von Ernst, der über 40 Jahre Berufserfahrung mitbringt.

Michael Schulte von der Servicestelle Bildungsketten erklärt: „Eine Ausbildung kann eine tolle Sache sein. Aber manchmal gibt‘s trotzdem Probleme. Du hast zum Beispiel Ärger mit dem Chef oder mit den Arbeitskollegen. Oder in der Berufsschule läuft es nicht so gut. Aber dann ist da Ernst. Ernst ist Ausbildungsbegleiter bei VerA. An VerA kannst du dich wenden, wenn du Schwierigkeiten in der Ausbildung hast. Und Ernst ist einer von über 1.000 Ausbildungsbegleiterinnen und -begleitern in Deutschland, die dir helfen.“

Inzwischen haben sich zwei Gruppen Jugendlicher auf der Bühne gebildet, die im Quiz gegeneinander antreten – die beiden Ehrengäste mittendrin. Und so geht es los: „Was ist eine duale Ausbildung?“ Die Gruppen haben drei Antwortmöglichkeiten: a) eine Ausbildung in zwei Betrieben, b) eine Ausbildung in einem Betrieb und einer Berufsschule oder c) eine Ausbildung für zwei Jahre“. Jedes Team muss sich auf eine Lösung einigen und beide antworten richtig: Lösung b. Die nächste Frage lautet: „Wie viele anerkannte Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland? a) 100, b) 345 oder c) 500?“ Auch hier liegen beide Gruppen richtig mit der Antwort 345.

Das Quiz endet nach mehreren Fragen mit einem Gleichstand: sieben zu sieben. Mit nach Hause nehmen beide Mannschaften nicht nur die Preise – für jeden einen leuchtenden Flummi und eine aufblasbare JOBSTARTER-Winkehand – sondern auch einen Gedankenanstoß zum Thema Ausbildung und Beruf.


Autorin: Anne Gassen
Fotograf: Martin Klindtworth

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