Neues ESF-Bundesprogramm: Berufseinstiegsbegleitung im März 2015 gestartet

Die Berufseinstiegsbegleiter/innen haben im März 2015 ihre Arbeit aufgenommen. Das neue ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung der Initiative Bildungsketten richtet sich an über 100.000 Jugendliche an rund 3.000 Schulen.

Die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) ist für Jugendliche da, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben, den Schulabschluss zu schaffen und den Weg in eine Berufsausbildung zu finden. Hauptamtliche Berufseinstiegsbegleiter und -begleiterinnen unterstützen diese jungen Menschen individuell, damit sie erfolgreich ins Berufsleben starten.

Dienstleister aus dem Bildungsbereich haben sich um die Durchführung der Berufseinstiegsbegleitung beworben. Die Frist endete im Dezember 2014. Nach dem Auswahlverfahren durch die Bundesagentur für Arbeit haben die Berufseinstiegsbegleiter/innen ihre Arbeit im März 2015 aufgenommen.

Eine Milliarde Euro Fördermittel

Ab 2015 stellt der Bund für die Berufseinstiegsbegleitung insgesamt rund eine Milliarde Euro in der Förderperiode 2014 - 2020 bereit, davon rund 500 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit. Damit ist die Finanzierung bis zum Schuljahr 2018/19 gesichert.

Gefördert werden rund 115.000 Schülerinnen und Schüler an rund 3.000 Schulen der Sekundarstufe 1. Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgte in Abstimmung mit den Kultusministerien der Länder.

Mit dem neuen ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung trägt der Bund dazu bei, gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und den Ländern das Förderangebot der Initiative Bildungsketten für Jugendliche auszuweiten. Die individuelle Begleitung von Jugendlichen ist ein zentraler Aspekt der neuen Allianz für Aus- und Weiterbildung.

Die Servicestelle Bildungsketten beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den Auftrag, künftig auch für das neue ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung eine Begleitstruktur anzubieten. Die Servicestelle Bildungsketten begleitet das Förderinstrument Berufseinstiegsbegleitung bereits seit Januar 2011.

Separate Ausschreibung für Potenzialanalysen

Dienstleister, die im Rahmen der Ausschreibung der Agentur für Arbeit vom 17.11.2014 mit der Durchführung von Maßnahmen der Berufseinstiegsbegleitung beauftragt wurden, können beim Bundesinstitut für Berufsbildung ein Angebot zur Durchführung der Potenzialanalysen einreichen. Weitere Informationen und Ansprechpartner/innen finden Sie auf der Internetseite des Berufsorientierungsprogramms (BOP).

Konzept und Ziel der Initiative Bildungsketten

Die Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ hilft Jugendlichen, sich gezielt auf ihren Schulabschluss und ihren beruflichen Einstieg vorzubereiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) setzen hierbei auf die systemische, bundesweite Umsetzung bereits in der Praxis erprobter und erfolgreicher Instrumente.

Ziel der Initiative ist es, im Interesse der Jugendlichen den Übergang in die Berufswelt zu verbessern, die Vielzahl der Förderinstrumente von Bund und Ländern besser miteinander zu verzahnen und den Fachkräftenachwuchs der Wirtschaft zu sichern.

Ansprechpartner

    • Leiter Servicestelle
    • Jens Peschner
    • Telefonnummer: 0228/107-1032
    • E-Mail-Adresse: peschner@bibb.de
    • Stv. Leiterin Servicestelle
    • Satiye Sarigöz
    • Telefonnummer: 0228/107-2824
    • E-Mail-Adresse: satiye.sarigoez@bibb.de