Mahmoud Fadel, 22, Bäckereifachverkäufer: Kunden im Hauptbahnhof souverän bedient

Mahmoud Fadel ist ein ruhiger Typ, sehr freundlich, höflich. Sein Arbeitgeber, die K & U Bäckerei GmbH, weiß das zu schätzen: „Unser Goldstückchen“, sagt Bezirksleiterin Corinna Krefft-Ebner über den 22-Jährigen.

Die Ausbildung zum Bäckereifachverkäufer hat er inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Bemerkenswert: Bei der Potenzialanalyse, die alle angehenden Auszubildenden durchlaufen müssen, war er insgesamt nicht so gut – in den entscheidenden Bereichen aber schon.


Praktikum in der umsatzstärksten Filiale

Da war etwas, das Fadel für K & U so interessant machte: seine starke soziale Kompetenz, seine Sorgfalt und Genauigkeit. Das waren die positiven Ergebnisse der Potenzialanalyse. Und Fadel verstand es, seinen Berufswunsch überzeugend rüberzubringen. „Ich wollte verkaufen, das wusste ich schon mit 15.“ So bekam er einen Praktikumsplatz, ausgerechnet in der Filiale im Hauptbahnhof Freiburg, der größten und umsatzstärksten aller 800 K & U-Filialen. Viele Kunden, viel Arbeit, Stress in den Stoßzeiten – Alltag für die 40 Mitarbeiter.

Mittendrin Mahmoud Fadel, er fügte sich in das Team der quirligen Bahnhofsfiliale ein, bediente die Kunden zuverlässig, selbst den Stress steckte er gut weg. „Wer hier durchhält, der hat beste Chancen im Unternehmen“, erklärt Personalerin Krefft-Ebner und lächelt. Im Praktikum bestätigte sich, welch wertvolle Fähigkeiten in Fadel stecken. Die Bäckerei bot ihm eine Ausbildungsstelle an. Jetzt freut er sich über einen unbefristeten Arbeitsvertrag, seine berufliche Zukunft sieht er bei K & U.

Schulnoten spielen keine große Rolle

Dass Mahmoud Fadel den Übergang von der Hauptschule in die Arbeitswelt bewältigte, hängt unter anderem mit dem Bewerbungsverfahren bei K & U zusammen. Seit 2008 wählt das Unternehmen vor allem nach den Ergebnissen der Potenzialanalyse und dem persönlichen Eindruck im Praktikum aus. Für Schulnoten interessiert sich K & U eher nicht.

Was Fadel zunächst nicht ahnte: Er war einer der ersten Azubi-Anwärter überhaupt, die an der Potenzialanalyse teilnahmen. Gut eine Stunde lang beantwortete er am Computer Fragen, zum Beispiel zu beruflichen Interessen, praktischen Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Test über meine Bewerbung entscheidet“, sagt Mahmoud Fadel. Und doch veränderte das Ergebnis seinen beruflichen Werdegang. Denn ohne den Test wären Fadels große Stärken – Teamfähigkeit und gutes Sozialverhalten – vielleicht unbemerkt geblieben.

So wie Mahmoud Fadel haben inzwischen Hunderte Bewerber die Potenzialanalyse absolviert. 85 Prozent der Bewerber lädt K & U zum Test ein. Und so mancher Azubi hat das Bäckerei-Handwerk, eine Branche mit Image-Problemen, mit anderen Augen kennen gelernt.

Ansprechpartner

  • Servicestelle Bildungsketten beim Bundesinstitut für Berufsbildung

    • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Redakteur
    • Michael Schulte
    • Telefonnummer: 0228/107-2336
    • Faxnummer: 0228/107-2887
    • E-Mail-Adresse: presse@bildungsketten.de