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Konzept und Checkliste zur Etablierung von Berufssprachkursen für Auszubildende (Azubi-BSK) : Datum:

Wie können die Azubi-Berufssprachkurse des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) erfolgreich in einem Bundesland etabliert werden? Das Konzept und die Checkliste der KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt sind eine gute Orientierungshilfe.

Azubi-Berufssprachkurs in Halle (Saale)
© Alpha Sprachschule GmbH Halle (Saale)

Die KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt ist seit dem Jahr 2022 vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt mit der Aufgabe betraut, Berufssprachkurse für Auszubildende (Azubi-BSK) im Bundesland verstärkt zu etablieren. Hintergrund ist das 2020 vom BAMF aufgelegte Programm zur Sprachförderung während der Ausbildung. Mit der Förderung dieser auf Berufsfelder passgenau zugeschnittenen Sprachkurse will das BAMF einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten; die Anzahl der Ausbildungsabbrüche soll reduziert und die Abschlussquote erhöht werden. Die Berufssprachkurse helfen Auszubildenden, sich auf Prüfungen vorzubereiten, Fachtermini zu verstehen und sprachliche Lücken zu schließen. 

Von Februar 2024 bis August 2025 hat die KAUSA-Landesstelle es geschafft, 15 Kurse mit insgesamt 158 Auszubildenden in Sachsen-Anhalt ins Leben zu rufen. Insbesondere im Hotel- und Gastronomiesektor (HoGa) besteht in Sachsen-Anhalt ein großer Bedarf. Allein 8 der im letzten Schuljahr angebotenen Azubi-BSK sind dieser Branche zuzuordnen. Darüber hinaus wurden 3 Kurse in der Pflege und jeweils ein Kurs im Bereich Bau, Lager und für Berufskraftfahrer realisiert. Aktuell sind mehr als 20 weitere Kurse für das laufende Jahr 2025 in Planung. Darunter dominieren nach wie vor die Branchen HoGa, Bau, Pflege, Lager und Logistik sowie Lebensmitteltechnik. 

Bei der Etablierung der Azubi-BSK arbeitet die KAUSA-Landesstelle eng mit den Hauptakteuren zusammen. Hierzu zählen insbesondere die Berufsbildenden Schulen, die Ausbildungsbetriebe, die Kammern, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Sprachkursträger und Auszubildende. Das KAUSA-Projekt versteht sich als Schnittstelle zwischen den beteiligten Instanzen: Es stößt an, vermittelt, organisiert und unterstützt alle Beteiligten bei der erfolgreichen Umsetzung.

Die Arbeit der KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt findet über die Landesgrenzen hinweg Beachtung. Daher möchte das Projekt seine bisherigen Erfahrungen gern teilen, sodass die Azubi-BSK auch in anderen Ländern flächendeckend etabliert werden können. Die KAUSA-Landesstelle ist davon überzeugt, dass dieses Instrument jungen Menschen mit Migrationshintergrund in einer Berufsausbildung Perspektiven und Halt gibt. Somit wird nachhaltige Integration möglich und auch das Fachkräfteproblem ein Stück weit gelöst.

Das Konzept und die Checkliste zeigen, wie die Azubi-BSK in Sachsen-Anhalt in drei Phasen initiiert werden konnten. Diese detaillierte Darstellung ist ein Beitrag für den Transfer der Vorgehensweise in andere Bundesländer. 

Wer Fragen und Interesse an einem Austausch hat, kann sich an die KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt wenden.

Kontakt 

KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt „ZuSA“ 
c/o Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. 
Schwiesaustraße 11 
39124 Magdeburg 

Telefon: 0391 18613-0
E-Mail: info@abv-magdeburg.de
Web: kausa-sachsen-anhalt.de

Links

Konzept und Checkliste zur Etablierung von Berufssprachkursen für Auszubildende (Azubi-BSK)

Flyer: Berufssprachkurse für Auszubildende

kausa-sachsen-anhalt.de

Bericht "KAUSA-Landesstelle bringt Berufssprachkurse des BAMF für Auszubildende in Sachsen-Anhalt voran"

bildungsketten.de/kausa