Fragen und Antworten zum Studienabbruch
Ein Studienabbruch ist kein Scheitern, sondern kann eine Chance darstellen, einen passenderen Weg einzuschlagen, wenn das Studium nicht den eigenen Erwartungen oder Interessen entspricht. Die häufigsten Fragen rund um mögliche Wege nach einen Studienabbruch sowie alternative Bildungs- und Berufswege, werden hier beantwortet. Dort finden sich auch weiterführende Links zu unterstützenden Angeboten und Informationsquellen.
Hinweis: die Links in dem nachfolgenden Text stellen eine beispielhafte Auswahl dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dienen der ersten Orientierung. (Stand Juli 2025)
Welche Alternativen bestehen nach einem Studienabbruch?
Wechsel innerhalb des Hochschulsystems
Wenn sich herausstellt, dass der gewählte Studiengang nicht den persönlichen Erwartungen oder Zielen entspricht, kann ein Wechsel innerhalb des Hochschulsystems eine sinnvolle Alternative darstellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
- Wechsel des Studienfachs
- Wechsel der Hochschulform
- Wechsel der Studienform
- Wechsel des Studienortes
Je nach Art des angestrebten Wechsels sind unterschiedliche Dinge zu berücksichtigen – etwa formale Voraussetzungen, Fristen oder die Anrechnung bereits erbrachter Leistungen. Eine individuelle Beratung, z.B. durch die Studienberatung der jeweiligen Hochschule und/oder der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit ist in diesem Zusammenhang empfehlenswert.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Schritt für Schritt zum passenden Studium
Bundesagentur für Arbeit: FAQ: Das Wichtigste zum Studienwechsel und -abbruch
Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer: Studienabbruch oder Studienzweifel: Wie geht’s weiter?
Kompass M-V Transfer: Dein Portal für Studienzweifel und Studienabbruch
Quickstart Sachsen Transfer: Studienabbruch und weiter
„Zweifellos – Finde deinen Weg. Eine Initiative der Studienabbruch-Projekte Queraufstieg Transfer, Quickstart Sachsen Transfer und Kompass M-V Transfer“: studienzweifel-los.de
Berufsausbildung
Eine Berufsausbildung kann entweder in dualer Form nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO) oder als schulische Ausbildung nach jeweiligem Landesrecht erfolgen und anerkannt sein.
Die duale Berufsausbildung verzahnt Praxis und Theorie miteinander. Die praktische Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb, während die theoretischen Grundlagen an der Berufsschule vermittelt werden. Aktuell gibt es über 300 anerkannte Ausbildungsberufe nach dem BBiG und der HwO – beispielsweise in Bereichen wie Industrie, Handwerk oder öffentlicher Dienst (z.B. Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Elektroniker/-in, Fachkraft für Abfall- und Kreislaufwirtschaft).
Neben der dualen Berufsausbildung besteht die Möglichkeit einer vollzeitschulischen Ausbildung, bei der der Schwerpunkt auf theoretischen Inhalten liegt. Diese Ausbildungen unterliegen, dem jeweiligen Landesrecht und finden überwiegend an Berufsfachschulen statt (z.B. Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Erzieher/-in).
Link-Tipps:
Bundesinstitut für Berufsbildung: Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe
Bundesinstitut für Berufsbildung: Informationen zu Aus- und Fortbildungsberufen
Bundesinstitut für Berufsbildung: Infos für Ausbildungssuchende und Auszubildende
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Die Duale
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Erfolgsmodell duale Ausbildung
Bundesagentur für Arbeit: Schritt für Schritt zum Wunschberuf
Umschulung und Teilqualifizierung
Ein Studienabbruch markiert nicht das Ende der beruflichen Entwicklung – im Gegenteil: Es bestehen alternative Wege zum Berufsabschluss, die besonders praxisnah und flexibel gestaltet sind. Dazu gehören insbesondere Umschulungen sowie das Modell der Teilqualifizierung (TQ).
Umschulung
Gemäß § 1 Abs. 5 Berufsbildungsgesetz (BBiG) soll die berufliche Umschulung zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen. Umschulungen richten sich an Personen mit beruflichen Vorerfahrungen oder dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung. Sie dauert in der Regel 18 bis 24 Monate und führt zu einem vollwertigen Berufsabschluss. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Umschulung durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert werden – z. B. durch einen Bildungsgutschein.
Teilqualifizierung
Teilqualifizierungen sind ein Angebot der beruflichen Weiterbildung. Sie bieten die Möglichkeit, schrittweise einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben – modular, praxisnah und ohne Zeitdruck. Der angestrebte Beruf wird dabei in mehrere standardisierte Module unterteilt, die einzeln absolviert werden können. Nach dem erfolgreichen Abschluss aller Module besteht die Möglichkeit, an der externen IHK-Prüfung teilzunehmen.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Umschulung – Beruflich neu durchstarten
Bundesagentur für Arbeit: Umschulung mit Hilfe des Jobcenters
Bundesagentur für Arbeit: Mit der Teilqualifizierung Schritt für Schritt zum Abschluss
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Teilqualifikationen
Teilqualifikation als Mittel zur Fachkräftesicherung und Transformationsbegleitung: ETAPP – Teilqualifizierung
Duales Studium
Ein duales Studium ist eine besondere Form des Studiums: Es kombiniert ein Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung oder mit Berufspraxis in einem Unternehmen. Das duale Studium verzahnt die Studien- und Ausbildungsphasen zeitlich und inhaltlich miteinander: An der Hochschule wird theoretisches Wissen vermittelt, während gleichzeitig praktische Erfahrungen in einem Unternehmen gesammelt werden. Im Vergleich zu „klassischen“ Studiengängen zeichnet sich das duale Studium durch einen höheren Praxisbezug aus, dessen Ausgestaltung je nach Studiengang und Hochschule variieren kann.
Es gibt unterschiedliche Formen des dualen Studiums:
- Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge: Diese verbinden ein Studium mit einer anerkannten Berufsausbildung. Nach vier bis fünf Jahren werden sowohl Berufsabschluss als auch ein Studienabschluss erworben.
- Praxisintegrierende Studiengänge: Das Studium wird hierbei durch längere Praxisphasen ergänzt. Inhaltlich besteht zwischen Studium und beruflicher Tätigkeit ein enger Bezug. Praxisanteile können teilweise auf das Studium angerechnet werden.
- Berufsintegrierende Studiengänge: Die berufsintegrierenden Studiengänge sind fachlich mit einer bestehenden Berufstätigkeit verbunden. Studium und Beruf nehmen damit aufeinander Bezug.
- Berufsbegleitende Studiengänge: Das Studium wird parallel zu einer Berufstätigkeit absolviert. Studium und Beruf können miteinander in Bezug stehen, müssen dies aber nicht.
Link-Tipps:
Bundesinstitut für Berufsbildung: AusbildungPlus
Bundesinstitut für Berufsbildung: AusbildungPlus / Suche nach dualen Studiengängen
Bundesagentur für Arbeit: Studiengänge und Studienformen im Überblick
Orientierungs(studien)programme
In Orientierungs(studien)programmen werden Ausbildung und Studium in einem gemeinsamen Orientierungsangebot kombiniert. Die Orientierungs(studien)programme sind in der Regel auf einen bestimmen Zeitraum (1-2 Semester oder 1 Jahr) begrenzt. Sie bieten die Gelegenheit, verschiedene Bildungswege mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten kennenzulernen. Ziel ist es, individuelle Interessen und Stärken herauszufinden und so fundierte Entscheidungen für einen anschließenden Studiengang oder einen alternativen Bildungsweg zu erleichtern.
Link-Tipps:
Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer: Orientierungsprogramme der Hochschulen
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin: veronika-verbund.de
Studis Online: Orientierungsstudium / Studieren auf Probe
Praktikum
Ein Praktikum bietet die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung und zum Kennenlernen des Arbeitsalltags in einem bestimmten Beruf(sfeld). Viele Unternehmen bieten Praktika an, wobei die Dauer je nach Einsatzbereich stark variieren kann - von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Ebenso kann die Vergütung variieren.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Praktikum machen vor Ausbildung oder Studium
Bundesagentur für Arbeit: Jobsuche der BA - Startseite
Freiwilligendienst
Ein freiwilliges Jahr kann zur Orientierung in einer Überganszeit genutzt werden. Es bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich oder anderen gemeinwohlorientierten Einrichtungen in Deutschland zu sammeln. Für das freiwillige Engagement wird in der Regel ein Taschengeld gezahlt, dessen Höhe je nach Einrichtung unterschiedlich ausfallen kann.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Freiwilligendienst leisten
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Jugendfreiwilligendienste
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben: Bundesfreiwilligendienst
Zeit im Ausland
Während der Übergangszeit bestehen verschiedene Möglichkeiten, Auslandserfahrung zu sammeln, etwa durch Work and Travel, Au-pair, Auslandspraktika, Sprachreisen oder internationale Freiwilligendienste. Diese Angebote ermöglichen erste Einblicke in die Arbeitswelt, verbessern Sprachkenntnisse und fördern kulturelle Kompetenzen. Zum Thema Auslandsaufenthalt gibt es viele Informations- und Beratungsstellen, die bei der Planung und Umsetzung unterstützen.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Vor Ausbildung oder Studium ins Ausland gehen
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Internationaler Jugendfreiwilligendienst
Deutsch-Französische Jugendwerk: Programm
Engagement Global: Freiwilligendienst im Ausland mit weltwärts
Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.: Rausvonzuhaus | Auslandsaufenthalte für Jugendliche
Gütegemeinschaft Au pair e.V.: Au pair
Kulturweit Internationaler Kulturfreiwilligendienst: freiwilligendienst
Berufliche Orientierung
Wo finde ich eine Berufliche Orientierung?
Wenn das aktuelle Studium nicht den eigenen Interessen oder Stärken entspricht und noch unklar ist, welcher berufliche Weg passend ist, können verschiedene Websites als Orientierung dienen. Diese bieten Informationen zu Angeboten der beruflichen Orientierung und unterstützen bei der Suche nach dem passenden Wunschberuf.
Link-Tipps:
Bundesinstitut für Berufsbildung: berufenavi.de - Auf der Suche nach Beruflicher Orientierung?
Bundesinstitut für Berufsbildung: Checkliste "Qualität beruflicher Weiterbildung"
Bundesagentur für Arbeit: planet-beruf.de - Meine Zukunft. Meine Ausbildung
Wie gelingt die Entscheidungsfindung?
Die erste Anlaufstelle ist die Studienberatung der Hochschule oder Universität. In einem Gespräch kann hier individuell auf die persönliche Situation eingegangen werden. Es gibt darüber hinaus auch kostenlose Selbsttests, die bei der Entscheidungsfindung unterstützen können.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Check-U – der Berufsorientierungstest für Ausbildung und Studium
Bundesagentur für Arbeit: AzubiWelt: Ausbildungssuche per App
Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer: Erkenne deine Stärken und Interessen
Deutscher Handwerkskammertag: Der Berufe-Checker
Kompass M-V Transfer: tools-zum-selbsttest.html
Wo kann Beratung in Anspruch genommen werden?
Bei Unsicherheiten über den weiteren Weg und Unterstützungsbedarf bei der Entscheidungsfindung stehen verschiedene Beratungsstellen zur Verfügung, die sich auf die Beratung von Studienabbrechenden spezialisiert haben.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Problemen im Studium oder Studienabbruch
Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer: Beratungsstellen
Deutscher Handwerkskammertag: Angebote für Studienaussteiger
Kompass M-V Transfer: Deine Probleme
Quickstart Sachsen Transfer: Studienabbruch und weiter
TÜV Rheinland Akademie GmbH: Beratung für Studienabbrecher
Wo sind freie (Ausbildungs-)stellen zu finden?
Als größtes deutsches Portal zur Stellensuche gilt die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Dort finden sich Stellenangebote für Berufserfahrene sowie für Berufseinsteiger, Auszubildende oder Praktikanten. Darüber hinaus gibt es hier Angebote für Umschulungen, Teilqualifizierung oder das Nachholen eines Berufsabschlusses.
Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, kann die Suche eingrenzen und sich u.a. auf den folgenden Portalen über Ausbildungsberufe und freie Stellen informieren.
Link-Tipps:
Bundesagentur für Arbeit: Jobsuche der BA
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: wir-sind-bund
Industrie- und Handelskammer: Ausbildungsplätze | Meine Ausbildung in Deutschland
Wie kann die Ausbildungszeit verkürzt und Studienleistungen angerechnet werden?
Nach Entscheidung für eine Ausbildung, gibt es verschiedene Möglichkeiten die reguläre Ausbildungsdauer zu verkürzen. Voraussetzungen hierfür sind z.B. eine Fachhochschul- oder Hochschulreife, ein Nachweis über eine einschlägige berufliche Grundbildung, Berufstätigkeit, Arbeitserfahrung oder Studienleistungen.
Auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und des Ausbildungsbetriebs kann gemäß §8 BBiG die Ausbildung auch ohne einschlägige berufliche Vorerfahrung verkürzt werden. Mit Abitur kann die reguläre Ausbildungsdauer in der Regel um ein halbes Jahr verkürzt werden.
Für eine Verkürzung oder Anrechnung bereits erbrachter Leistungen ist es im Vorfeld notwendig, gemeinsam mit dem Ausbildungsbetrieb einen Antrag bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer zu stellen. Die Kammern entscheiden im Einzelfall, welche Leistungen angerechnet werden und ob die Ausbildung verkürzt werden kann.
Gesetzliche Regelungen zur Verkürzung der Ausbildungszeit finden sich im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und in der Handwerksordnung (HWO).
Auch wenn keine Leistungen angerechnet werden und/oder eine Verkürzung nicht möglich ist, können bereits erworbene Hochschulerfahrungen in die Ausbildung eingebracht werden, um von den im Studium erworbenen Kompetenzen zu profitieren.
Begleitende Themen: psychologische Beratung, finanzielle Unterstützung, Sprachzertifikate und internationale Studierende
Psychologische Unterstützung und Umgang mit Zweifeln oder Abbruchgedanken
Ein Studienabbruch stellt kein persönliches Versagen dar, sondern kann vielmehr der erste Schritt zu einem individuell passenderen Bildungs- oder Berufsweg sein. Dennoch kann dieser unsichere Zustand und die damit verbundenen Veränderungen belastend wirken. Viele Hochschulen bieten psychologische Beratungsstellen an, die kostenfreie und vertrauliche Unterstützung bereitstellen. Darüber hinaus gibt es weitere Anlaufstellen, wie zum Beispiel:
- TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
- Infotelefon Depressionen: 0800 33 44 533
- die Hausärztin bzw. der -arzt
- Krankenkasse
- Sozialpsychiatrischer Dienst im Gesundheitsamt
- Psychiatrische Institutsambulanzen
- Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie
Link-Tipp:
Deutsches Studierendenwerk: Beratungsangebote im Hochschulkontext
Deutsches Studierendenwerk:Psychologische Beratung
Finanzielle Fragen (nach dem Studienabbruch)
Nach einem Studienabbruch verändern sich häufig auch die finanziellen Rahmenbedingungen. Beispielsweise gelten für das erhaltene BAföG besondere Regelungen zur Rückzahlung. Wird eine Ausbildung aufgenommen, kann unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden. Auch weitere Unterstützungsmöglichkeiten wie Wohngeld oder Bürgergeld kommen gegebenenfalls in Betracht.
Link-Tipps:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Rückzahlung und Regelungen bei Studienabbruch
Bundesagentur für Arbeit: Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Deutsches Studierendenwerk: Soziale Beratung zur sozialen und wirtschaftlichen Situation im Studium
Sprachzertifikate
Bei Bewerbungen auf internationale Studiengänge werden Fremdsprachenkenntnisse zunehmend vorausgesetzt. Auch im Berufsalltag sind Fremdsprachenkenntnisse oft von Vorteil, besonders wenn sie durch Zertifikate nachgewiesen werden können. Planen Studierende im Ausland zu studieren oder sich für eine Tätigkeit zu qualifizieren, die Fremdsprachkenntnisse erfordert, bietet sich die Möglichkeit, die Zeit nach einem Studienabbruch gezielt zur Vorbereitung auf einen Sprachtest zu nutzen. Wichtig ist, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche Sprachtests anerkannt oder gefordert werden.
Link-Tipps:
Cambridge English Language Assessment: Nachweis für Englischkenntnisse
Institut français Deutschland: Nachweis für Französischkenntnisse
Europäische Sprachenzertifikate: TELC: Nachweise für verschiedene Sprachen
Internationale Studierende und Studienabbruch
Internationale Studierende stehen beim Thema Studienabbruch häufig vor zusätzlichen Herausforderungen: Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, finanzielle Belastungen oder aufenthaltsrechtliche Fragen können das Risiko eines Studienabbruchs erhöhen. Daher ist es wichtig, frühzeitig Beratungsangebote wahrzunehmen und Unterstützungsangebote zu nutzen, die auf die besonderen Bedürfnisse von internationalen Studierenden zugeschnitten sind.
Hilfreiche Maßnahmen sind:
- Frühzeitige individuelle Beratung (z. B. durch International Offices oder DAAD-Programme)
- Teilnahme an Mentoring-, Sprach- oder Buddy-Programmen
- Informationsangebote zu alternativen Bildungs- und Berufsperspektiven
Link-Tipps:
Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer: International Students
Deutsches Studierendenwerk: Rat und Hilfe
Quickstart Sachsen: Who can help me?
Quickstart Sachsen: I don’t want to study anymore
Make it in Germany: Perspektiven für internationale Studierende nach dem Studium
Erfahrungsberichte: So ging es anderen
Es kann sehr hilfreich sein, Einblicke in die Wege anderer Studienabbrecherin und Studienabbrecher zu bekommen. Ob ein Wechsel in eine Ausbildung, ein Studiengangwechsel oder ein beruflicher Neustart: Viele berichten rückblickend von einer positiven Wendung und neuen Perspektiven.
Link-Tipps:
Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer: Erfahrungsberichte von Studienaussteiger:innen
Bundesagentur für Arbeit: Vom Hörsaal in den Betrieb
Stiftung für Hochschulzulassung: Podcasts - studienwahl.de
Ein Studienabbruch betrifft nicht nur die Bildungsentscheidung – sondern kann auch emotionale Belastungen, finanzielle Situationen sowie gegebenenfalls den Aufenthaltsstatus beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, all diese Aspekte zu berücksichtigen – Betroffene sind mit ihren Sorgen nicht allein. Sollte ein spezifisches Thema hier nicht aufgetaucht sein, bieten die Beratungsangebote des Deutschen Studierendenwerks weiterführende Unterstützung.