Teilzeitausbildung
Teilzeitausbildung gewinnt als Chance für junge Menschen mit psychischen Belastungen an Bedeutung und ist zugleich von Vorteil für Betriebe. Dies zeigte eine Fachtagung des Netzwerks Teilzeitberufsausbildung und von Leando.
Das Netzwerk Teilzeitberufsausbildung und Leando veranstalteten am 18. Juni 2026 eine Online-Fachtagung mit dem Titel „Teilzeit ausgebildet – voll qualifiziert. Teilzeitausbildung als Chance für die Fachkräftesicherung“. Bei der Fachtagung wurde deutlich, dass sich die Zielgruppe der Teilzeitausbildung in den vergangenen Jahren verändert hat. Leo Nickel von der Handwerkskammer Lübeck merkte an, dass vor fünf Jahren fast ausschließlich Frauen mit Familienverantwortung eine Teilzeitausbildung anstrebten. Nun sind es überwiegend jüngere Menschen mit psychischen Belastungen, die eine Reduzierung der innerbetrieblichen Arbeitszeit anstreben.
Mehrwert auch für Betriebe
Die Fachtagung zeigte jedoch auch, dass Teilzeitausbildung nicht nur eine Lösung für Auszubildende in besonderen Lebenslagen ist. Auch Betriebe können von flexiblen Ausbildungsmodellen profitieren. Beispielsweise kann eine Teilzeitausbildung einen Betrieb entlasten, wenn die ausbildende Fachkraft selbst in Teilzeit beschäftigt ist. Zudem bietet es Kleinstunternehmen, die keine durchgehende Betreuung der Auszubildenden gewährleisten können, Zeit für andere Aufgaben neben der Ausbildung.
Das Fazit der Tagung ist: Nur durch stetige Kommunikation und einem konstanten Austausch kann die Teilzeitausbildung in die Köpfe und in die Betriebspraxis einziehen. Beratende müssen im stetigen Austausch mit Ausbildungsbetrieben und potenziellen Teilzeit-Azubis stehen. Dadurch können mehr junge Menschen in Ausbildung gebracht und vorzeitige Ausbildungsabbrüche verhindert werden.
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Teilzeitberufsausbildung: Vorteile für Azubis und Betriebe