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Berufliche Orientierung: Ab Schuljahr 2026/2027 wird die berufswahlapp das zentrale Instrument in Nordrhein-Westfalen : Datum:

Ab dem Schuljahr 2026/2027 können alle interessierten Schulen die berufswahlapp freiwillig ausprobieren und nutzen. Nach den Sommerferien 2027 soll die Anwendung landesweit das verbindliche Werkzeug zur Beruflichen Orientierung sein. 

Schülerinnen und Schüler nutzen berufswahlapp
© Peter-Paul Weiler, Berlin-Event-Foto

Bereits seit ihrer Pilotierung im Schuljahr 2022/2023 kommt die berufswahlapp in mehreren Bundesländern zum Einsatz. Auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen erprobte die Web-App seitdem mit ausgewählten Schulen. Nun kündigt das Bundesland die nächsten Schritte zur Implementierung der berufswahlapp an.

Geplant ist ein zweistufiges Verfahren:

Im Schuljahr 2026/2027 können Schulen die berufswahlapp erproben und freiwillig nutzen. Ab dem Schuljahr 2027/2028 wird sie dann landesweit als verbindliches Portfolioinstrument im Schulunterricht eingesetzt.

Schulministerin Dorothee Feller: „Mit der berufswahlapp bekommt die Berufliche Orientierung in Nordrhein-Westfalen ein echtes Update. Zum einen geben wir unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Berufliche Orientierung auf Höhe der Zeit selbst zu gestalten. Zum anderen können Lehrkräfte diesen Prozess mithilfe der App eng und kontinuierlich begleiten.“ 

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: „Mit der berufswahlapp geben wir jungen Menschen ein einfaches, zeitgemäßes und verlässliches digitales Instrument an die Hand, das sie bei ihrer Beruflichen Orientierung konkret unterstützt. Wer früh weiß, wo die eigenen Stärken liegen, trifft grundsätzlich auch bessere Entscheidungen für den eigenen Berufsweg – und genau das brauchen wir auch mit Blick auf die Fachkräfte von morgen in Nordrhein-Westfalen.“

Förderung der Berufswahlkompetenz

Die berufswahlapp wird Jugendliche in NRW somit zukünftig bei ihrem Orientierungsprozess und dem Übergang von der Schule in den Beruf begleiten. Der Fokus liegt auf der Förderung der Berufswahlkompetenz. Die Jugendlichen erhalten einen digitalen, persönlichen Raum, in dem sie ihre Stärken, Interessen und praktischen Erfahrungen im Berufswahl- und Bewerbungsprozess dokumentieren, entwickeln und reflektieren können. Gleichzeitig dient die berufswahlapp Lehrkräften als Werkzeug zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und zum Management der Lerngruppen.

Die berufswahlapp ist eingebettet in die Fachkräfteoffensive der Landesregierung und die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und entwickelt deren bewährte Strukturen konsequent weiter. Flächendeckende Schulungs- und Unterstützungsangebote des Landes stellen sicher, dass Schulen und Lehrkräfte die Anwendung von Beginn an effektiv einsetzen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte die berufswahlapp bis zum Ende der Pilotphase im Juli 2023 mit rund sechs Millionen Euro. Für die Projektlaufzeit der Initiative Bildungsketten bis Dezember 2026 finanziert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) die Geschäftsstelle Berufswahlpass/berufswahlapp in der Servicestelle Bildungsketten im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Links

Pressemitteilung der Landesregierung NRW vom 27.04.2026

berufswahlapp

Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)