Elternarbeit unterstützt die Berufsorientierung

Eltern sind wichtige Ratgeber bei der Berufsorientierung ihrer Kinder. Deshalb ist es sinnvoll, Eltern für eine Zusammenarbeit mit Berufseinstiegsbegleitung, Schule und Berufsberatung zu gewinnen. Eine neue Arbeitshilfe zeigt, wie das gelingen kann.

Die Arbeitshilfe „Elternarbeit am Übergang Schule-Beruf“ enthält Strategien und Konzepte, um Eltern oder Erziehungsberechtigte für die Berufsorientierung ihrer Kinder zu aktivieren. Der Ratgeber richtet sich an beteiligte Fachkräfte der Initiative Bildungsketten, insbesondere Berufseinstiegsbegleiter/-innen, Berufsberater/-innen sowie Lehrkräfte an Schulen.

Grundsätzlich gilt: Eine angenehme Atmosphäre ist das beste Mittel, um mit Eltern ins Gespräch zu kommen. Bei einer Tasse Tee mit Keksen im Kulturzentrum lassen sich z. B. eher Türen öffnen und Zukunftspläne schmieden als beim Gespräch in der nüchternen Umgebung der Schule.

Über Zuständigkeiten informieren

Mit Eltern ins Gespräch kommen: Die Arbeitshilfe bietet Strategien an.

Die Jugendlichen durchlaufen in der Berufsorientierung mehrere Phasen: Eltern können ihre Kinder vom Start mit einer Potenzialanalyse bis hin zur Aufnahme einer Ausbildung unterstützen. Für jede Phase sollte die Zusammenarbeit mit den Eltern individuell gestaltet werden, zum Beispiel durch ein Gespräch über den Berufswunsch des Kindes. Konkrete Vereinbarungen machen Absprachen mit Eltern verbindlicher. Eine Checkliste zeigt, welche Vereinbarungen getroffen werden können und wie sich die Zielerreichung gemeinsam verfolgen lässt.

Eltern sollten wissen, was ihre Kinder in der Berufsorientierung erwartet. Daher sollten sie auch die Aufgaben, Erwartungen und Ziele der einzelnen Akteure und Maßnahmen wissen, beispielsweise der Berufseinstiegsbegleitung. Ein Infobrief und die Broschüre „Berufseinstiegsbegleitung – die Möglichmacher“ bieten einen guten  Überblick. Eine Übersicht über die Ansprechpartner/-innen in der Berufsorientierung trägt dazu bei, dass Eltern die unterschiedlichen Zuständigkeiten kennen und einordnen können.

Alternativen zum Elternabend

Die Vielfalt ist enorm, um mit Eltern in Kontakt zu treten. Die Arbeitshilfe zeigt auch Alternativen zum konventionellen Elternabend auf. Zudem gibt es zusätzlich Tipps, was bei der Zusammenarbeit mit Migranteneltern zu berücksichtigen ist.

Die Arbeitshilfe ist ein Gemeinschaftsprodukt der JOBSTARTER-Regionalbüros Süd (f-bb) und West (ZWH). Als  Partner der Initiative Bildungsketten veranstalteten sie 2012 und 2013 mehrere Workshops  in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zum Thema. Dabei brachten sie die maßgeblichen Akteure/-innen der jeweiligen Region zusammen: Schulleiter/-innen, Lehr- und Beratungskräfte von Schulen, Berufseinstiegsbegleiter/-innen, Mitglieder des Schulelternbeirats (SEB), Berufsberater/-innen  und Vertreter/-innen von Jobcentern und der Berufsberatung, Ehrenamtliche des Senior Experten Service (SES), Träger der Jugendhilfe und Vertreter/-innen von Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und Kommunen.

Dokumente

Publikationen

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