Bayern: Jugendliche noch intensiver unterstützen

Mit einer Vereinbarung wollen Bayern, Bund und Bundesagentur für Arbeit Schüler/innen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf noch intensiver unterstützen. Nach Bayern fließen zusätzlich Bundesmittel für Berufsorientierung und Potentialanalysen.

MÜNCHEN/BERLIN. Freistaat Bayern, Bund und die Bundesagentur für Arbeit wollen Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt künftig noch intensiver begleiten. Das haben Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle und Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller nun mit Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und ihrer Amtskollegin im Bundesarbeitsministerium sowie dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, in einer „Vereinbarung zur Durchführung der Initiative Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ (Initiative Bildungsketten) festgehalten. Die Vereinbarung ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Nach Bayern fließen damit zusätzlich Bundesmittel, beispielsweise 4,6 Millionen Euro für Maßnahmen der Berufsorientierung und -förderung, für die Potentialanalyse bei jungen Menschen, sowie 4,05 Millionen Euro für Berufsintegrationsklassen für junge Flüchtlinge. Andere Förderinstrumente werden weitergeführt wie z. B. die Maßnahmen der Berufsorientierung an Mittelschulen und Förderschulen mit rund 13 Millionen Euro pro Jahr und das Jobstarter-Programm KAUSA mit den Servicestellen Region Nürnberg, Region Augsburg und Region Aschaffenburg.

Bildungsminister Spaenle: „Bayerns Schülerinnen und Schüler haben sehr gute Chancen auf dem Weg in Ausbildung und Studium, das hat jüngst der ,Bildungsmonitor 2017‘ bestätigt. Das ist für uns aber kein Grund, uns zufrieden zurückzulehnen, sondern Ansporn für weitere Verbesserungen. Ich freue mich, dass wir hier den Bund an unserer Seite wissen, wenn wir die Berufsorientierung an den weiterführenden Schulen weiter verbessern wollen. Dabei können wir an Maßnahmen anknüpfen, die vom Freistaat bzw. vom Bund durchgeführt wurden. Die aktuelle Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern, dem Bund und der Bundesagentur für Arbeit darf als ein Beispiel für den kooperativen Föderalismus gewertet werden. Die Länder und der Bund arbeiten in der Berufsorientierung sowie auch bei der Sprachförderung bereits bisher zusammen.“

Arbeitsministerin Müller ergänzt: „Junge Menschen haben in Bayern die besten Chancen auf einen guten Start ins Berufsleben. Mit einer Quote von 3,1 Prozent haben wir die Jugendarbeitslosigkeit nahezu besiegt. Dennoch gelingt nicht jedem sofort der Sprung in ein Ausbildungsverhältnis. Hier setzen wir mit unserem Programm ‚Fit for work‘ an. Wir unterstützen die Betriebe, die den Jugendlichen, deren Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt vermindert sind, eine Ausbildung ermöglichen. Davon profitieren beide Seiten: die Unternehmen und die Jugendlichen. Mit diesem Programm im Rahmen der ‚Allianz für starke Berufsbildung in Bayern‘ ergänzen wir die Bildungsketten. Unser gemeinsames Ziel ist es, alle Jugendlichen zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu führen.“

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka: „Mit der Initiative Bildungsketten wollen wir junge Menschen auf ihrem Weg von der Schule ins Berufsleben oder ins Studium zielgerichtet unterstützen. Alle Schülerinnen und Schüler, auch die neu Zugewanderten, sollen davon profitieren. Wir unterstützen Bayern nun zusätzlich bei der Integration junger Geflüchteter mit Potenzialanalysen und Werkstatttagen aus dem Berufsorientierungsprogramm.“

Katarina Barley, Bundesministerin für Arbeit und Soziales: „Es ist gut, dass nun auch Bayern mit im Boot ist. So können wir unsere gemeinsamen Anstrengungen in Bund und Ländern für bessere und passendere Übergänge von der Schule in den Beruf nun noch schlagkräftiger und effizienter ausrichten. Das Ziel ist und bleibt dasselbe: so vielen jungen Menschen wie möglich eine Chance geben, erfolgreich und zukunftsträchtig ins Berufsleben einzusteigen.“

„Die Bund-Länder-BA-Vereinbarung „Bildungsketten“ bietet jungen Menschen in Bayern am Übergang von der Schule in den Beruf das richtige Angebot zum richtigen Zeitpunkt. Berufsorientierung, Beratung und Förderung - beispielsweise durch die Berufseinstiegsbegleitung, die Einstiegsqualifizierung oder die Assistierte Ausbildung - müssen so ineinandergreifen, dass kein Schüler auf dem Weg ins Berufsleben verloren geht. Die Initiative Bildungsketten setzt genau hier an. Von daher freue ich mich über diesen Bund-Länder-Schulterschluss für die berufliche Zukunft unserer Jugend“, so Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, abschließend.

24.10.2017

Den kompletten Text der Vereinbarung finden Sie hier.