Neue Kohorte der Berufseinstiegsbegleitung startet

05.09.2018 | Scheuerfeld

An der Maximilian-Kolbe-Förderschule hat sich die Berufseinstiegsbegleitung bereits seit Jahren als erfolgreiche Maßnahme etabliert. Auch andere Länder zeigen sich interessiert: Eine japanische Delegation informierte sich vor Ort.
Japanische Delegation informiert sich über die Berufseinstiegsbegleitung


Seit über neun Jahren betreut Bertram Aust als Teamleiter im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland und Berufseinstiegsbegleiter an der Maximilian-Kolbe-Förderschule in Scheuerfeld Schülerinnen und Schüler, die beim Übergang von der Schule in die Ausbildung Schwierigkeiten haben. Über 50 Jugendliche waren dies seit Februar 2009, fast alle haben mit Hilfe der Berufseinstiegsbegleitung die allgemeine Berufsreife geschafft und eine Ausbildung begonnen. Im September startet die letzte Kohorte der durch Bundes- und ESF-Mitteln kofinanzierten Berufseinstiegsbegleitung, die zum 31. Juli 2022 endet.

Auch andere Länder signalisieren Interesse an dem erfolgreichen Instrument der Berufseinstiegsbegleitung. Wie die Jugendlichen an der Schule gefördert werden und die Berufseinstiegsbegleitung funktioniert, darüber informierte sich eine Delegation aus Professorinnen und Professoren verschiedener japanischer Universitäten.

Sidney Kandorfer und Daniela Klobetanz erzählen über die begonnene Ausbildung zur Pflegehelferin.
Sidney Kandorfer ist eine der ehemaligen Schülerinnen, die durch die Berufseinstiegsbegleitung ihren Schulabschluss an der Maximilian-Kolbe-Schule geschafft hat. Sie konnte der japanischen Delegation aus erster Hand berichten, welche positiven Auswirkungen die Teilnahme an der Berufseinstiegsbegleitung für sie hat: Seit August hat sie im Alloheim Bad Marienberg eine einjährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin begonnen. Bis Ende Januar 2019 wird sie dabei durch Bertram Aust noch unterstützt. „Sidney hat sich in den letzten dreieinhalb Jahren, die ich sie schon als Berufseinstiegsbegleiter betreue, sehr zum Positiven entwickelt und bewältigt fast alle Aufgaben selbstständig. Wenn sie sich auf die Lerninhalte bei der Ausbildung fokussiert und den Schulstoff zu Hause in Ruhe aufarbeitet, dürfte sie die Ausbildung zur Altenpflegehelferin erfolgreich gestalten“, ist sich Bertram Aust sicher. Aber auch über die Berufseinstiegsbegleitung hinaus, können Jugendliche zum Beispiel durch die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) während der Ausbildung unterstützt werden, erklärte der Teamleiter den japanischen Gästen.

Großes Interesse zeigte die japanische Delegation auch an den sehr umfangreichen Maßnahmen zur beruflichen Orientierung an der Maximilian-Kolbe-Schule. Von der Potenzialanalyse Profil AC, über das erste Kennenlernen verschiedener Berufsfelder in Werkstätten intensiviert sich die Berufsorientierung an der Schule stetig je nach Klassenstufe. Ab Klasse 10 sind die Schülerinnen und Schüler beispielsweise über den Zeitraum eines Jahres einmal die Woche in einem Betrieb. Zusätzlich werden sie durch die Berufseinstiegsbegleitung beim passgenauen Anlegen der Bewerbungen unterstützt. Für die japanische Delegation war es der letzte Stopp ihrer zweiwöchigen Deutschlandreise, auf der sie unter anderem auch die Jugendberufsagentur in Berlin besuchten.

Text: Carolin Jochum
Fotos: Carolin Jochum

Ausführliche Information zur Berufseinstiegsbegleitung