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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 267
Teilnehmer/innen-Plätze: 2686


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung verfolgen die verantwortlichen Ministerien in Baden-Württemberg das Ziel, den Bildungserfolg junger Menschen zu sichern. Durch systematische und aufeinander abgestimmte Förderprogramme soll allen Jugendlichen ein möglichst direkter Übergang in Ausbildung und Beruf gelingen. Unterstützt werden die verantwortlichen Stellen bei der Entwicklung, der Erprobung und der flächendeckenden Einführung einzelner innovativer Projekte und Instrumente.


Durch die Einführung der Leitperspektive Berufliche Orientierung, des Fachs Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung sowie durch die Verwaltungsvorschrift Berufliche Orientierung erfährt das Themenfeld zukünftig eine deutlich gesteigerte Wertstellung an allen Schulen.

Die bereits in Klassenstufe 5 einsetzende verbindliche und individuelle berufliche Orientierung eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ein breites Spektrum an Berufen kennenzulernen und erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Interessen und Potenziale zu entdecken, zu prüfen und gezielt zu entwickeln, um im Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf eine qualifizierte Entscheidung treffen zu können.

Die Berufliche Orientierung an Schulen umfasst sowohl Maßnahmen der Ausbildungsorientierung als auch der Studienorientierung, die schulartspezifisch verankert und umgesetzt werden. Die Schulen werden bei der Umsetzung der Maßnahmen der Beruflichen Orientierung von vielfältigen Kooperationspartnern sowie der Homepage zur Beruflichen Orientierung unterstützt.

Im Mai 2018 wurde die neue Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen Schule und Berufsberatung vom Kultusministerium und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit unterzeichnet. Diese bildet die notwendige Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und des gemeinsamen gesetzlichen Auftrags ab. Die Ministerien sowie die Partner des „Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg“ haben innerhalb des Spitzengesprächs Bilanz zum Ausbildungsjahr 2017/2018 das neue Landeskonzept zur Beruflichen Orientierung verabschiedet.

Der direkte Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung soll mehr jungen Menschen gelingen als bislang. Zudem soll die Berufsausbildung attraktiver und ihre Qualität weiter verbessert werden. Das sind die Ziele, auf die sich die Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und Kommunen geeinigt haben. Die Partner des „Ausbildungsbündnis in Baden-Württemberg“ setzen sich bedarfsorientiert Schwerpunkte und konkretisieren diese.

Berufliche Orientierung

Die Kompetenzanalyse Profil AC wird an den Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen durchgeführt und verfolgt folgende Ziele:

Systematische Erfassung der überfachlichen, berufsbezogenen Kompetenzen einer Schülerin/eines Schülers

  • Wahrnehmung der Stärken einer Schülerin/eines Schülers
  • Erkennen von Ansatzpunkten zur Erstellung individueller Lernangebote
  • Impulse geben zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler
  • Berufliche Orientierung
  • Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern als wichtige Partner im Lernprozess zur Ausbildungsreife.

Das Verfahren besteht aus systematisierten Beobachtungsaufgaben (Gruppen- und Einzelaufgaben), computergestützten Tests und Fragebogen zu Studien- und Berufsinteressen. Bei der Durchführung werden bis zu 20 überfachliche und berufsbezogene Kompetenzbereiche erfasst. Zudem schätzen sich die Schülerinnen und Schüler zu allen Kompetenzbereichen selbst ein. Die Wahrnehmung der Stärken der Schülerinnen und Schüler bietet in Kopplung mit der Selbsteinschätzung und den festgestellten Berufs- und Studieninteressen eine wichtige Grundlage hinsichtlich der weiteren Beruflichen Orientierung.

Die Kompetenzanalyse Profil AC ist verbindlich für alle Schülerinnen und Schüler der oben genannten Schularten. Zur Durchführung und zur Einleitung von Maßnahmen zur individuellen Förderung überfachlicher, berufsbezogener Kompetenzen sind in der Stundentafel Kontingentstunden ausgewiesen.

Die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) entwickelten Maßnahmen zur BErufs- und STudienORientierung (BESTOR) enthalten folgende Elemente:

  • Individueller Studienorientierungstag
    Individuelle Besuche von Schüler*innen an Universitäten in Baden-Württemberg sind möglich.
  • Studien-Orientierungsfilme
    In über 60 Kurzfilmen wird gezeigt, welche Berufe hinter den einzelnen Studienfächern stehen können. Diese dienen einer Erstorientierung und können als Selbstlernmodule oder im schulischen Kontext angewandt werden.
  • Besser Wissen in BW (BW²)
    Entwicklung einer Informationsplattform, auf der Hochschulen in Baden-Württemberg realistische Beispielaufgaben aus ihren grundständigen Studiengängen veröffentlichen.
  • Onlinekurse für Lehrkräfte am allgemeinbildenden Gymnasium (OLGA)
    Ein frei zugänglicher Onlinekurs zur Berufs- und Studienorientierung bietet Lehrerkräften in Baden-Württemberg die Möglichkeit, sich fachlich und wissenschaftlich begleitet fortzubilden.
  • Methodenkoffer zur BErufs- und STudienorientierung (BEST II)
    Zur beruflichen Orientierung in der Sekundarstufe II steht ein Online-Methodenkoffer zur Verfügung, der modularisierte Unterrichtsmaterialien beinhaltet.

Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM) nach § 48 SGB III ergänzen die vorhandenen Angebote der Schule, der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit und der weiteren Partner.

Überregionale BOM-Angebote:

  • Kooperative Berufsorientierung (KooBO)
  • COACHING4FUTURE und DISCOVER INDUSTRY (DI)

Regionale BOM-Angebote:

  • Module zur Beruflichen Orientierung im Bereich Metall und Elektro

Zwischen Südwestmetall – Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg – und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit besteht hierzu eine Rahmenvereinbarung zur regionalen Umsetzung. Die Maßnahmen richten sich an Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen. Es handelt sich um ein Angebot von sieben Modulen zur Beruflichen Orientierung: Berufswahlkompass (BWK), Girls´Day Akademie (GDA), Junior-Ingenieur-Akademie (JIA), Informationstage zu MINT-Studiengängen, Mentorenprogramm, Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) und TECademy.

Die Ausbildungskampagne „gut-ausgebildet.de“ will Jugendliche und ihre Eltern für eine Berufsausbildung begeistern. Auszubildende stellen in jugendgerechten Filmen ihre Berufe vor, ein Facebook-Auftritt bietet Jugendlichen die Chance zum Dialog über Ausbildungsfragen. Träger der Kampagne ist das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in enger Abstimmung mit den Partnern des Ausbildungsbündnisses: Landesministerien, Kammern und Verbände der Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und kommunale Landesverbände. Es werden laufend neue Filme erstellt, unter anderem Filme zu Ausbildungsberufen, die für Abiturientinnen und Abiturienten besonders interessant sind sowie zu Berufen, welche für die Digitalisierung eine besondere Bedeutung haben, z. B. Fachinformatiker/-in.

Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter sind Auszubildende, die in allgemeinbildenden Schulen (einschließlich Gymnasien) ihre Berufe vorstellen und die Chancen einer betrieblichen Ausbildung erläutern. Seit Beginn der Initiative Ausbildungsbotschafter wurden landesweit mehr als 12.600 Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter aus 200 Berufen geschult, die in rund 11.000 Schuleinsätzen mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler erreicht haben. Derzeit sind rund 4.500 Ausbildungsbotschafter aktiv. Seit 2015 werden auch „Senior-Ausbildungsbotschafter“ eingesetzt. Das sind Beschäftigte und Führungskräfte aus der Wirtschaft, die ihre berufliche Karriere mit einer Berufsausbildung begonnen haben. Sie informieren auf Elternabenden über die Chancen einer betrieblichen Ausbildung. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert landesweit 25 regionale Koordinatorinnen und Koordinatoren, die die Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter gewinnen, schulen und die Schuleinsätze koordinieren. Daneben wird auch eine Leitstelle beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag, die für die Gesamtsteuerung der Initiative verantwortlich ist, gefördert.

Im Rahmen des Programms Pro Beruf – Berufserprobung in überbetrieblichen Bildungsstätten fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau landesweit Praxiswochen (jeweils zwei Wochen) von Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen in überbetrieblichen Bildungsstätten. Die Schülerinnen und Schüler können sich dort in verschiedenen Berufen erproben.

Mit dem Förderprogramm ProBerufGym – Berufserprobung für Gymnasien in überbetrieblichen Bildungsstätten erhalten Gymnasiastinnen und Gymnasiasten eine praktische Berufsorientierung und einen Einblick in unterschiedliche Berufsfelder der Ausbildungsberufe. Die Maßnahmen können auf zwei Arten durchgeführt werden. In überbetrieblichen Bildungsstätten können die Jugendlichen sich in einer Woche in mindestens zwei Berufen praktisch erproben (Alternative 1). Alternativ können sie aber auch Einblicke in die Berufsausbildung über eine Berufserkundung in Betrieben erhalten. Dabei stehen ihnen in den Betrieben Mentorinnen und Mentoren zur Seite (Alternative 2).

Das Ziel des Projektes Praktikum Plus besteht in der Optimierung der Praktika als Instrument der beruflichen Orientierung. Gut abgestimmte Praktika können ihre Wirkung für die Schülerinnen und Schüler bestmöglich entfalten. Es geht insbesondere um die nachhaltige Erprobung und Entwicklung von konkreten Maßnahmen rund ums Praktikum, welche die Elemente der beruflichen Orientierung an den jeweiligen Schularten und Schulen berücksichtigen. Als Kernstück der beruflichen Orientierung kommt den Praktika eine besondere Bedeutung im Hinblick auf die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu.

Elemente des Projekts sind folgende:

  • Erprobung und Weiterentwicklung der Praktika im Sinne eines zielgenauen und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Instruments
  • Erarbeitung von Empfehlungen und Standards zur Vor- und Nachbereitung der Praktika sowie zur Durchführung
  • Good Practice-Beispiele: Praktikumsdokumentation, die allen Schulen zugutekommt
  • Entwicklung von praktikumsbegleitenden Lernaufgaben
  • Schul- und Schülerportfoliomanagement
  • Elternaktivitäten im Rahmen der beruflichen Orientierung
  • Weitere Elemente können nach individuellem Bedarf der Schule in das Programm aufgenommen werden

Um alle Schülerinnen und Schüler Baden-Württembergs optimal auf den Übergang in das Berufsleben vorzubereiten, ist es für die Partner aus Schule und Wirtschaft ein zentrales Anliegen, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Schwerpunkt der gemeinsamen Bemühungen sind dabei der Ausbau und die Begleitung von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Jede allgemein bildende weiterführende Schule sollte mindestens eine betriebliche Partnerschaft aufbauen und pflegen. Die Kooperationen können auch mit einem Verbund mehrerer Unternehmen und mit berufsbildenden Institutionen eingegangen werden.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Das Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg hat 2013 Eckpunkte für eine Neukonzeption des Übergangs Schule Beruf verabschiedet. Im Schuljahr 2018/2019 wird der Modellversuch in 20 Modellregionen umgesetzt. Wichtiger Bestandteil der Konzeption ist ein regionales Übergangsmanagement bei Stadt- und Landkreisen zur regionalen Steuerung und Abstimmung der Akteure und Maßnahmen vor Ort. Zudem wurde der neue Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) an beruflichen Schulen für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf inzwischen an 42 Schulen eingerichtet. AVdual zeichnet sich durch umfangreiche Praxisphasen im Betrieb und die Pädagogik des niveaudifferenzierten Lernens aus, bei der zum Beispiel regelmäßige Zielvereinbarungen unter Einbeziehung der Eltern geschlossen werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert in allen Modellregionen das regionale Übergangsmanagement sowie AVdual-Begleiterinnen und -Begleiter, welche die Jugendlichen insbesondere beim Praktikum im Betrieb und beim Übergang in Ausbildung betreuen. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport begleitet und unterstützt die Schulen bei der Einführung des neuen Bildungsganges und bereitet die weitere Implementierung des Bildungsganges AVdual vor.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 2.600 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Baden-Württemberg vorgesehen.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert mit dem Projekt „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ landesweit rund 25 Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter, die Auszubildende und Ausbilder in den Betrieben individuell unterstützen, wenn ein Ausbildungsverhältnis gefährdet ist. So soll verhindert werden, dass Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen. Zudem werden kleine und mittlere Betriebe so unterstützt, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung gelingt. Gefördert wird auch eine Koordination bei der Beratungs- und Wirtschaftsfördergesellschaft für Handwerk und Mittelstand, um die Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter zu unterstützen. Im Verlauf des Projekts wurden bislang über 1.000 Auszubildende begleitet. Bei mehr als 75 Prozent der Begleitungen konnte ein Abbruch der Ausbildung erfolgreich verhindert werden.

 

Integration durch Ausbildung

Mit der Kompetenzanalyse „2P| Potenzial & Perspektive“ werden fachliche und überfachliche Kompetenzen sowie bildungsbiografische Informationen zugewanderter Schülerinnen und Schüler in weiterführenden allgemein bildenden und beruflichen Schulen erfasst. Zugewanderte Schülerinnen und Schüler sind in der Regel ein Jahr in Vorbereitungsklassen, bevor sie am Regelangebot der Schulen teilnehmen. Voraussetzung für deren schulische und berufliche Integration ist, dass die Lehrkräfte in den Vorbereitungsklassen effektiv, gezielt und ressourcenschonend zu einer Einschätzung der fachlichen und überfachlichen Potenziale der Jugendlichen kommen und Perspektiven aufzeigen können. Auf Grundlage der festgestellten Potenziale kann im Anschluss der Förderprozess individuell gestaltet werden. „2P“ wurde in Baden-Württemberg mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt.

Das Bildungsjahr für erwachsene Flüchtlinge (BEF Alpha) vermittelt Grundlagen für die Integration in Wirtschaft und Gesellschaft. Teilnehmende sind geflüchtete Menschen (in der Regel zwischen 20 und 35 Jahre alt) aus den fünf Staaten mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit sowie aus Afghanistan und afrikanischen Ländern. Die jetzige dritte Tranche bezieht insbesondere Frauen mit Kindern ein, wenn es vor Ort möglich ist, da für sie ein großer Bedarf besteht. Voraussetzung dafür ist eine Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren. Bei BEF Alpha bietet deshalb etwa die Hälfte der 32 Standorte unter einem erheblichen organisatorischen Aufwand eine Kinderbetreuung an.

Die Teilnehmenden absolvieren einen 35-wöchigen Kurs, der von einem fünfwöchigen Praktikum ergänzt wird. Kennzeichnend für alle Kurse ist zum einen eine ausgesprochen große Heterogenität, die die Kursleiter vor besondere didaktische Herausforderungen stellt. Zum anderen wird die hohe Motivation der Teilnehmenden deutlich, die bei BEF Alpha durch die Verknüpfung der drei Lebensbereiche Alphabetisierung/Sprache, Beruf und Alltag/Politische Grundbildung erreicht wurde.

Ziel der Kooperativen Berufsorientierung für neu Zugewanderte (KooBO-Z) ist die Förderung der beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schülern ab Sekundarstufe I an weiterführenden allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Der Übergang in die Ausbildung – akademisch oder nichtakademisch – wird entsprechend vorbereitet und der Prozess der Berufsfindung durch praktische Erprobungen in Form eines Projektes gestaltet. Das seit dem Schuljahr 2015/2016 bestehende Konzept der Kooperativen Berufsorientierung (KooBO) soll auf die Zielgruppe neu zugewanderter Jugendlicher in Vorbereitungsklassen der allgemeinbildenden Schulen (VKL-Klassen) und in beruflichen Vorqualifizierungsklassen Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse (VABO-Klassen) ausgeweitet werden. Mit Hilfe des Projekts soll ein landesweites Konzept für intensive Lernortkooperationen entwickelt und erprobt werden und ist damit ein möglicher Praxisteil der Beruflichen Orientierung an baden-württembergischen Schulen.

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab Sekundarstufe I an allgemein bildenden und beruflichen Schulen mit besonderem Förderbedarf und neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert seit Anfang 2016 flächendeckend regionale Vorhaben zur Vermittlung von Geflüchteten in Praktikum und Berufsausbildung. Im Programm „Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Flüchtlinge (Kümmerer)“ sollen regionale „Kümmerer“ geeignete junge Geflüchtete identifizieren, betreuen und passgenau in Praktika und Ausbildung vermitteln sowie die Betriebe unterstützen. Bundesweit hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit dem „Kümmerer-Programm“ Neuland betreten und eine Vorreiterrolle eingenommen.

Im Programm Pro Beruf für Flüchtlinge – Berufserprobung in überbetrieblichen Bildungsstätten können Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchthintergrund in mindestens drei Berufsfeldern praktische Erfahrungen sammeln. Ergänzend wird über das deutsche System der Berufsausbildung sowie über Anforderungen und Werte im betrieblichen Alltag informiert. Die Berufserprobung findet in einem Zeitraum von zwei Wochen in überbetrieblichen Bildungsstätten statt.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

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    • 70173 Stuttgart
    • Homepage: http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1075594/index.html
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

    • Neues Schloss, Schlossplatz 4
    • 70173 Stuttgart
    • Homepage: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/startseite
  • Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

    • Königstraße 46
    • 70173 Stuttgart
    • Homepage: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/startseite