Bayern

Deutschland
Bayern
Hamburg Bremen Bremen Berlin Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen-Anhalt Sachsen Thüringen Bayern Baden-Württemberg Hessen Saarland Rheinland-Pfalz Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Niedersachsen Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein

ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 695
Teilnehmer/innen-Plätze: 3442


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung sollen bereits in der Schule die Potenziale junger Menschen erkannt und geweckt, die Berufs- und Studienorientierung gestärkt, praxisnah gestaltet und der Übergang in Ausbildung oder Studium verbessert werden.

In Bayern ist die Berufsorientierung Kernelement der landesweiten Strategie zur Stärkung der Ausbildungsreife an Mittelschulen. Schon ab Jahrgangsstufe 7 wird mit Betriebserkundungen und Praktika die Praxisorientierung gefördert. Im Mittelpunkt stehen die berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales.

Berufliche Orientierung

Die Berufliche Orientierung ist im LehrplanPLUS des bayerischen Schulsystems als fächerübergreifendes Bildungsziel für alle weiterführenden Schulen  verankert und umfasst zudem nach Schulformen differenzierte Angebote. Ein zentrales Merkmal der Angebote ist die Zusammenarbeit der Schule mit außerschulischen Partnern.

Die Berufsorientierung ist Kernelement der landesweiten Strategie zur Stärkung der Ausbildungsreife an Mittelschulen. Schon ab Jahrgangsstufe 7 wird mit Betriebserkundungen und Praktika die Praxisorientierung gefördert. Im Mittelpunkt stehen die berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales.
Die Angebote an bayerischen Mittelschulen reichen von berufsorientierenden Fächern, Schülerübungsfirmen über Kooperation mit Berufsschulen, Dokumentationsinstrumenten der individuellen Berufsorientierung bis zu Praxistagen. Auch das Berufsorientierungsprogramm (BOP) und die Berufseinstiegsbegleitung mit einer verpflichtenden Potenzialanalyse stehen zur Verfügung. Zudem gibt es an Mittelschulen mit den sogenannten „Praxisklassen“ ein zusätzliches Angebot für Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Leistungsrückständen, um sie zu einem erfolgreichen Schulabschluss zu führen.

An der Realschule bildet die Berufliche Orientierung vor allem einen Schwerpunkt in Jahrgangsstufe 9, wobei nahezu alle Fächer einbezogen sind. Die Federführung liegt bei den Lehrkräften des Faches Wirtschaft und Recht. Insbesondere im Rahmen des Bewerbungsprozesses kommt auch den Fächern Informationstechnologie und Deutsch eine zentrale Rolle zu. Ausgangspunkt des Unterrichts in den sog. Wahlpflichtfächergruppen ist die Erfahrungswelt der Schüler.

Am Gymnasium übernimmt der „Koordinator für Berufliche Orientierung“ die Steuerung aller Prozesse an der Schule zu diesem Thema. Die Berufliche Orientierung ist im Gymnasium in der Mittelstufe v. a. im Leitfach Wirtschaft und Recht sowie in der Oberstufe im P-Seminar verortet. Insbesondere durch die Institutionalisierung im P-Seminar übernimmt Bayern eine Vorreiterrolle. Während die Berufsorientierung in der Mittelstufe im Mittelpunkt steht und durch Kooperationen mit externen Partnern aktuelle und praxisnahe Zugänge zur Arbeits- und Berufswelt geschaffen werden sollen, liegt der Schwerpunkt in der Oberstufe v. a. auf der Studienorientierung. Im neuen neunjährigen Gymnasium werden die Maßnahmen zur Beruflichen Orientierung weiter gestärkt.

Außerhalb der Schulen werden mit einem Dreisäulenkonzept zur Berufsorientierung verschiedene Zielgruppen auf die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Bildung aufmerksam gemacht: Die erste Säule umfasst eine Internetplattform, die ab Mitte 2018 einen aktuellen Überblick über alle Aktivitäten zur Berufsorientierung insbesondere für die Zielgruppen Jugendliche, Eltern und Lehrer in Bayern geben soll.  Die zweite Säule bildet die „BERUFSBILDUNG – Berufsbildungsmesse 2018 und Bayerischer Berufsbildungskongress“ als Veranstaltung der Bayerischen Staatsregierung. Mit der dritten Säule sollen regionale Veranstaltungen gefördert werden. Besonders gelungene Konzepte regionaler Berufsorientierungsveranstaltungen sollen dazu im Rahmen der „BERUFSBILDUNG“ prämiert werden, erstmals im Dezember 2018.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Jugendliche und junge Erwachsene ohne Ausbildungsplatz erhalten in den Klassen des Berufsintegrationsjahres (BIJ) an Berufsschulen und Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung die erforderliche Ausbildungsreife. Die gezielte Berufsvorbereitung in dualisierter Form umfasst verstärkte Sprachförderung und sozialpädagogische Betreuung. Neben dem allgemeinbildenden und fachlichen Unterricht sind begleitete betriebliche Praktika ein Schwerpunkt.
Darüber hinaus können die Berechtigungen des erfolgreichen Mittelschulabschlusses erworben werden.

"Fit for Work-Chance Ausbildung" der bayerischen Staatsregierung fördert bayerische Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss zu den Kosten der Ausbildungsvergütung, wenn sie Jugendlichen mit Startschwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 3.490 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bayern vorgesehen. Die Berufseinstiegsbegleitung ist die zentrale Maßnahme zur individuellen Unterstützung von Jugendlichen am Übergang Schule – Beruf in Bayern. Der Freistaat plant eine Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung nach Auslaufen der derzeitigen Bundesförderung.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

 

Integration durch Ausbildung

Mit der Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“, die bis Ende 2019 läuft, soll die Integration von anerkannten Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive und Geduldeten gestärkt werden.
Durch verschiedene Ausbildungs- und arbeitsmarktfördernde Maßnahmen soll Jugendlichen ein leichterer Zugang zur Berufsausbildung ermöglicht werden. Eine Maßnahme zur Integration in Ausbildung ist beispielsweise „Fit for Work für Geflüchtete“. Betriebliche Ausbildungsstellen für junge anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber können nach „Fit for Work – Chance Ausbildung“ gefördert werden.

Zudem werden in Bayern Ausbildungsakquisiteurinnen und Ausbildungsakquisiteure für Geflüchtete eingesetzt. Sie sollen anerkannte jugendliche Flüchtlinge, junge Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive oder junge Geduldete, deren Umfeld und Familien proaktiv aufsuchen und über die Möglichkeiten einer Berufsausbildung informieren und unterstützen.

Die Berufsintegrationsvorklassen (BIK/V) und Berufsintegrationsklassen (BIK) richten sich an berufsschulpflichtige Flüchtlinge und Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Berufsschulpflichtige, die einen vergleichbaren Sprachförderbedarf haben.  In der Berufsintegrationsvorklasse (BIK/V – 1. Jahr) liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Spracherwerb, Wertebildung und einer ersten beruflichen Orientierung. Im Anschluss an die BIK/V bereitet die Berufsintegrationsklasse (BIK – 2. Jahr) die jungen Menschen auf eine Ausbildung oder den Besuch einer weiterführenden Schule vor, indem die Berufsorientierung ein stärkeres Gewicht bekommt. Ziel ist es, den Einstieg in das berufliche Bildungssystem zu ermöglichen und das ganze Spektrum möglicher Bildungsabschlüsse zu eröffnen.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

    • Salvatorstr. 2
    • 80333 München
    • Homepage: http://www.stmuk.bayern.de/