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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 88
Teilnehmer/innen-Plätze: 1044


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung in Berlin soll jede Schülerin und jeder Schüler mit ihren individuellen Stärken gefördert und ihre Berufswahlkompetenz bestmöglich entwickelt werden. Allen Jugendlichen soll eine Anschlussperspektive geboten werden.

Das Spektrum an Berufs- und Studienorientierungsangeboten im Land Berlin ist breit und vielfältig. Mit der Schulstrukturreform 2010/2011 wurde die zweigliedrige Schulstruktur (Integrierte Sekundarschule/Gemeinschaftsschule und Gymnasium) etabliert. In den 7. bis 10. Klassen der Integrierten Sekundarschulen/Gemeinschaftsschulen, in den Gymnasien ab Klasse 8 und in der Regel auch in den Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt werden Aktivitäten zur Berufs- und Studienorientierung sowie Praxisplätze an geeigneten Lernorten angeboten. Der Lernort Betrieb wird kontinuierlich in den Prozess der Berufs- und Studienorientierung einbezogen.

Berufliche Orientierung

Das Berliner Programm zur vertieften Berufsorientierung (BVBO 2.0) unterstützt Schülerinnen und Schüler an Integrierten Sekundarschulen/Gemeinschaftsschulen und Gymnasien bis zur Sekundarstufe II beim Berufswahlprozess. In fünf aufeinander aufbauenden Modulen (Berufsfelderkundung / Berufspraktische Erprobung, Kompetenzfeststellung, Ergänzung und Vertiefung des Betriebspraktikums, Vertiefendes Betriebspraktikum und Vorbereitung auf den Übergang, Berufs- und Studienorientierung in der Sekundarstufe II) wird den Jugendlichen ein systematischer Kompetenzaufbau für die Berufswahl durch Praxiskontakte mit Betrieben und Hochschulen ermöglicht. Im Rahmen von BVBO wird ab dem Schuljahr 2018/2019 ein weiteres Modul zur Kompetenzfeststellung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 flächendeckend für alle Schulformen in Berlin zur Verfügung gestellt.

„Komm auf Tour – Meine Stärken, meine Zukunft“ soll Schülerinnen und Schülern dabei helfen, in einem Erlebnisparcours ihre Stärken zu entdecken und daraus Anknüpfungspunkte für mögliche Berufsfelder und die eigene Lebensgestaltung zu entwickeln. Das Angebot richtet sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse. Der stärkenorientierte Ansatz ist ein Ausgangspunkt für die Berufs- und Studienorientierung in der Sekundarstufe I.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Durch Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE) werden Jugendliche und junge Erwachsene mit vielfältigen und schwerwiegenden Hemmnissen stabilisiert und für eine berufliche Qualifizierung motiviert. Es soll gelingen, dass die Jugendlichen durch die Maßnahmen nahtlos in weitergehende Qualifizierungsangebote (insbesondere berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Einstiegsqualifizierung) übergehen können.

Mit dem Schulversuch Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung (IBA) wird eine Dualisierung der schulischen Berufsvorbereitung erprobt. An derzeit 14 Oberstufenzentren wird ein flexibler Bildungsgang mit verpflichtenden betrieblichen Anteilen konzipiert und umgesetzt. Bei der Durchführung werden Qualifizierungsbausteine und auch zielgruppengerechte Ausbildungsbausteine genutzt, soweit bundesweit etablierte Vorlagen vorhanden sind. Um eine individuelle Berufswegeplanung der Schülerinnen und Schüler zu sichern, wird seit dem Schuljahr 2015/2016 eine Bildungsbegleitung bereitgestellt.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 wurden und werden jährlich rund 1.035 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Berlin realisiert.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

Mit dem Landesprogramm Mentoring werden Auszubildende unterstützt, die Gefahr laufen, ihre betriebliche Ausbildung abzubrechen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Ausbildung erfolgreich zu beenden. Dabei werden den Auszubildenden eine ehrenamtlich tätige Mentorin oder ein ehrenamtlich tätiger Mentor zur Seite gestellt.

 

Integration durch Ausbildung

Mit der Maßnahme „Ausbildung in Sicht“ können Jugendliche bis maximal 27 Jahre, insbesondere mit Migrationshintergrund, die keine aktive Förderung nach SGB II, SGB III oder SGB VIII erhalten und sich nicht in Maßnahmen der schulischen Berufsvorbereitung befinden, ihre Ausbildungsreife erlangen. Dabei werden schulische Defizite aufgeholt, der nachträgliche Erwerb eines Schulabschlusses ermöglicht und ein Beitrag zur sprachlichen Integration geleistet.

Berlin braucht dich! ist eine integrationspolitische Initiative zur interkulturellen Öffnung der dualen Ausbildung. Sie verfolgt das Ziel, die Ausbildungsbeteiligung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Im Vordergrund steht die Vermittlung von Praktikumsplätzen und Betriebsbegegnungen. Dazu wurde ein Konsortium zwischen Schulen und Betrieben aufgebaut. Durch systematische Betriebsbegegnungen von Klasse 7 bis Klasse 10 erhalten die Jugendlichen Einblicke in die Arbeitswelt und eine duale Ausbildung. Schülerinnen und Schüler, die Interesse an einer Ausbildung haben, soll nach der 10. Klasse der direkte Übergang in die Ausbildung gelingen.

Das Leuchtturmprojekt „Queraufstieg (pq) Berlin – Beratungsnetzwerk Berufsbildung für Studienaussteiger/innen“ ist Teil der 2014 gestarteten Gesamtinitiative des BMBF zur Gewinnung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern für die berufliche Bildung. Zum Ausbau von kooperativen und nachhaltigen Beratungsangeboten über alternative Qualifizierungswege in der beruflichen Bildung entwickelt Berlin eine Beratungsnavigation, um eine Systematisierung und höhere Transparenz der vielfältigen bestehenden Beratungsangebote herzustellen. Das hierbei entstehende Webportal wird als zentrale Service- und Koordinierungsstelle alle Beratungseinrichtungen mit einem Profil darstellen.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin

    • Bernhard-Weiß-Str. 6
    • 10178 Berlin-Mitte
    • Homepage: http://www.berlin.de/sen/bjf/