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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 89
Teilnehmer/innen-Plätze: 1161


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung soll in Brandenburg insbesondere der Übergang von der Schule in den Beruf für Schülerinnen und Schüler durch gezielte Maßnahmen nachhaltig verbessert werden. Die Ausweitung des Praxislernens ist eine der Maßnahmen.

Das Land Brandenburg hat die Berufs- und Studienorientierung bereits frühzeitig als ein zentrales Ziel schulischer Bildung definiert und sich in seinem Konzept zur Berufs- und Studienorientierung von 2008 zu dieser Bildungsaufgabe bekannt.

Der gesamte Prozess der Berufs- und Studienorientierung soll systematischer und individueller gestaltet werden.

Dazu traten seit November 2016 neue Verwaltungsvorschriften zur Umsetzung der Berufs- und Studienorientierung an den Schulen im Land Brandenburg in Kraft. Sie dienen unter anderem dazu, die Berufs- und Studienorientierung an den Schulen einheitlicher und verbindlicher umzusetzen.

Berufliche Orientierung

Seit dem Schuljahr 2017/2018 wird die Berufs- und Studienorientierung als übergreifendes Querschnittsthema für die Jahrgangsstufen 1- 10 verpflichtender Bestandteil in allen Unterrichtsfächern. Damit wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass eine Verbindung fachlicher Inhalte der jeweiligen Unterrichtsfächer nun auch mit lebensweltbezogenen Aspekten der Berufswahl verbunden wird.

Mit den im November 2016 in Kraft getretenen Verwaltungsvorschriften Berufs- und Studienorientierung wurden zudem übergreifende sowie schulstufenbezogene Grundsätze zur Umsetzung der Berufs- und Studienorientierung normiert. Die Verwaltungsvorschriften dienen vor allem der einheitlichen Anwendung der schulischen Aktivitäten und Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung und leisten so einen Beitrag zur Qualitätssicherung sowie zur Qualitätssteigerung in der Berufs- und Studienorientierung.

Kernelement der praktischen Berufsorientierung in Brandenburg ist das pädagogische Konzept des „Praxislernens“ an Oberschulen und Gesamtschulen, einer besonderen Form des fächerverbindenden Unterrichts, der zeitweise in Einrichtungen außerhalb der Schule stattfinden kann (wie Betriebe, Werkstätten oder soziale Einrichtungen). Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 (Sekundarstufe I) können hier ihr schulisches Wissen in der Berufs- und Arbeitswelt testen und anwenden. Diese praxisnahe Unterrichtsform wird bereits an über 80 Schulen des Landes durchgeführt und soll bedarfsgerecht weiterentwickelt und ausgeweitet werden.

Im Rahmen der Landestrategie Berufs- und Studienorientierung stellt die Potenzialanalyse für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse einen wesentlichen Schritt hin zu einer individuellen, kontinuierlichen und praxisorientierten Berufs- und Studienorientierung dar. Im Zuge der Bund-Länder-BA-Vereinbarung erhalten zunächst bis zum Schuljahr 2019/2020 alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ die Möglichkeit, an einer Potenzialanalyse teilzunehmen.

Zum Schuljahr 2016/2017 wurde zudem der Berufswahlpass für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 - 10 eingeführt.

Seit dem Schuljahr 2017/2018 gibt es das Sonderprogramm „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Schule“. Beim FSJ Schule bekommen junge Menschen die Gelegenheit, die Schule aus einer beruflichen Perspektive kennenzulernen, um herauszufinden, ob sie den Herausforderungen eines pädagogischen Berufes gewachsen sind.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Mehr Transparenz über Angebote am Übergang Schule – Beruf schaffen soll das ESF-Landesprogramm „Türöffner: Zukunft Beruf“. Dafür wurden 14 Lokale Koordinierungsstellen (LOK) an Brandenburgs Oberstufenzentren (OSZ) eingerichtet, die künftig als Lotsen für Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte und Arbeitgeber arbeiten sollen. Lotsen an den OSZ wollen Jugendliche fit für die Ausbildung machen, ihre sozialen Kompetenzen stärken und sie auf Unterstützungsangebote in ihrer Region hinweisen, damit sie direkt die passende Hilfe für ihre Probleme erhalten. Zielgruppe des landesweiten Programms „Türöffner: Zukunft Beruf“ sind Auszubildende und berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, darunter auch junge Geflüchtete.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 930 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Brandenburg vorgesehen. Sie stellt ein ergänzendes Instrument für die Umsetzung der „Landesstrategie zur Berufs- und Studienorientierung im Land Brandenburg“ dar und ist fest in den Strukturen der am Programm teilnehmenden Schulen verankert.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

Das Landesprogramm „Assistierte Ausbildung Brandenburg“ bietet einer erweiterten Zielgruppe Zugang zu den Unterstützungsleistungen des Instruments. Ziel dieses Programms ist es, förderungsbedürftige und insbesondere auch geflüchtete junge Menschen langfristig in Ausbildung zu integrieren.

 

Integration durch Ausbildung

In Brandenburg werden junge Geflüchtete an den Oberstufenzentren (OSZ) beschult. Seit Februar 2016 gibt es einen zweijährigen Bildungsgang der Berufsfachschule zum Erwerb beruflicher Grundbildung und von gleichgestellten Abschlüssen der Sekundarstufe I (BFS-G-Plus). Diese soll einerseits den Erwerb eines der Berufsbildungsreife bzw. der erweiterten Berufsbildungsreife gleichgestellten Abschlusses ermöglichen, aber auch beruflich orientierend auf das System der dualen Ausbildung vorbereiten. Die in diesem Bildungsgang beschulten Geflüchteten verfügen kaum über Deutschkenntnisse und haben keine oder nur geringe Kenntnisse über die duale Berufsausbildung.

In Modellprojekten zu „Kompetenzfeststellung und Berufsorientierung für junge Flüchtlinge und Asylsuchende im Land Brandenburg“ erhalten Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang BFS-G-Plus grundlegende Informationen über die duale Berufsausbildung und praktische Einblicke in die verschiedenen Berufe.

Seit August 2017 berät die KAUSA Servicestelle Brandenburg landesweit Jugendliche mit Migrationshintergrund und junge Geflüchtete mit dem Ziel, sie in Ausbildung zu integrieren. Sie informiert und berät die Jugendlichen und ihre Eltern. Regionale Unternehmen werden durch die Servicestelle bei der erfolgreichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und jungen Geflüchteten unterstützt.

 

Aktuelle Beiträge

Berufsorientierung: Brandenburg weitet Praxislernen aus
Beim Praxislernen in Brandenburg findet ein Teil des Unterrichts außerhalb der Schule statt. Die Schüler/innen setzen ihr Wissen bei praktischen Tätigkeiten in Betrieben und Werkstätten ein. Ein Erfolgsmodell für die Berufs- und Studienorientierung.

https://www.bildungsketten.de/de/2825.php

 
 

Dokumente

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    • Homepage: http://www.mbjs.brandenburg.de