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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 20
Teilnehmer/innen-Plätze: 164


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung schafft Bremen flächendeckende Angebote zur Berufs- und Studienorientierung. Die Bremer Jugendberufsagentur und eine Ausbildungsgarantie unterstützen junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Bremen hat 2017 eine umfassende Bund-Länder-BA-Vereinbarung im Rahmen der Initiative Bildungsketten geschlossen. Die Instrumente und Maßnahmen des Bundes, des Landes Bremen und der Bundesagentur für Arbeit (BA) beim Übergang Schule – Beruf werden in der Vereinbarung aufeinander abgestimmt.

Berufliche Orientierung

In Bremen wird in Klassenstufe 8 eine flächendeckende, trägergestützte Potenzialanalyse durchgeführt. Das Land stellt Lehrkräfte für die Begleitung der Potenzialanalysen zur Verfügung und sorgt für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht sowie die Einbeziehung der Ergebnisse in die Förderung der Schülerinnen und Schüler. Der Bremer-Stärken-Check ist ein ergänzendes Angebot zur Kompetenzfeststellung. Die Schulen werden auf Dienstbesprechungen über das kostenfreie Verfahren informiert. Sie können mit dem Träger Informationsveranstaltungen für Eltern und Schülerinnen und Schüler organisieren.

Der Berufswahlpass ist in Bremen für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend und wird vom Land finanziert. Das Land beteiligt sich an der Erprobung eines neuen, digitalen Gesamtkonzepts „Berufswahlpass 4.0“.

Bei einwöchigen Werkstatttagen testen Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsfelder in Berufsbildungsstätten, um einen möglichst vielfältigen Eindruck von der Berufswelt zu bekommen. Die Werkstatttage orientieren sich an den Vorgaben des Berufsorientierungsprogramms (BOP). Bremen stellt Lehrkräfte für die Begleitung dieser Berufsfelderkundungen sowie die Vor- und Nachbereitung im Unterricht zur Verfügung.

Bei Bedarf können Schulen Praxistage (regelmäßiger Besuch eines Betriebes oder einer Werkstätte der berufsbildenden Schulen an einem Tag in der Woche über ein Schuljahr) oder Werkstattphasen (zehnwöchiger Besuch einer Werkstatt einer berufsbildenden Schule für die Dauer von vier Stunden pro Woche) organisieren.

Mit dem „Sonderprogramm zur Berufsorientierung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler“ sollen in Bremen an der gymnasialen Oberstufe Projekte zu innovativen Ansätzen in der Berufsorientierung gefördert werden. Geplant ist, das Sonderprogramm an bis zu 34 Gymnasialen Oberstufen der staatlichen Schulen in Bremen und Bremerhaven einzuführen.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Bremen arbeitet an der Umstrukturierung des schulischen Übergangsbereichs. Als grundlegende Begleitstruktur für den Übergang Schule – Beruf wurde die Jugendberufsagentur in der Freien Hansestadt Bremen mit Standorten in Bremen und Bremerhaven eingerichtet. Hierzu wurde zwischen den maßgeblichen Akteuren eine landesweite Kooperationsvereinbarung geschlossen. Darin sind die Ziele der Jugendberufsagentur und deren Aufgaben und Grundsätze benannt.

Der Bremische Senat flankiert die Arbeit der Jugendberufsagentur mit einer Ausbildungsgarantie, in deren Rahmen er zusätzliche Ausbildungsplätze und auf eine Ausbildung hinführende Maßnahmen finanziert sowie Maßnahmen des Übergangssystems durch abschlussbezogene Vorhaben ersetzt.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 160 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bremen vorgesehen. Eine Übergangsbegleitung in Bremerhaven sowie eine aufsuchende Beratung in Bremen und Bremerhaven unterstützen bei Übergängen und der Entwicklung beruflicher Perspektiven.

Mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landesprojekt „Ausbildung – Bleib dran“ und der bundesweiten Initiative „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ (VerA) werden die Angebote ehrenamtlicher Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter mit denen hauptberuflicher Beraterinnen und Berater verzahnt.

 

Ausbau inklusiver Ansätze am Übergang Schule – Beruf

In Bremen werden fast alle Kinder inklusiv beschult, nur für wenige Fälle bleiben speziell ausgestattete Schulen erhalten. Die Berufsorientierung an den Schulen umfasst explizit alle Schülerinnen und Schüler, ihre Begleitung ist unterschiedlich intensiv. Für junge Menschen mit besonderen Beeinträchtigungen wurden in der Initiative Inklusion des Bundesarbeitsministeriums geeignete Berufsorientierungsmaßnahmen entwickelt. Im Zuge der Verstetigung sollen die in diesem Rahmen gesammelten Erkenntnisse in die Angebote einfließen.

 

Integration durch Ausbildung

Um neu zugewanderte junge Menschen in den Sprachförderklassen an berufsbildenden Schulen auf eine Berufsausbildung vorzubereiten, wird ein modulares Konzept aus Potenzialanalyse, Werkstatttagen und Begleitung umgesetzt – in Anlehnung an das Modellprojekt „Erfahrungen sichtbar machen" in Bremerhaven. Zudem plant Bremen die Einführung der Kompetenzanalyse „2P – Potenzial & Perspektiven" für zugewanderte Jugendliche, das im Rahmen der Initiative Bildungsketten in Baden-Württemberg entwickelt wurde.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Die Senatorin für Kinder und Bildung

    • Rembertiring 8-12
    • 28195 Bremen
    • Telefonnummer: +49 421 361-13222
    • Faxnummer: +49 421 361-4176
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