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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 35
Teilnehmer/innen-Plätze: 464


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung soll allen Jugendlichen durch den Aufbau eines systematischen und kohärenten Fördersystems der Übergang in Ausbildung und Beruf möglichst durch direkte Anschlüsse nach Beendigung der Schulpflicht gelingen.

Hamburg reformierte konsequent das Übergangssystem von der Schule in den Beruf. Zentrale Strukturelemente sind dabei die Reform der Beruflichen Bildung (2011), die Einrichtung der Hamburger Jugendberufsagentur (2012), eine nachhaltige und systematische Berufs- und Studienorientierung sowie eine verlässliche Begleitung der Schulabgängerinnen und -abgänger. Durch dualisierte Angebote am Übergang erhalten mehr schulpflichtige Jugendliche bessere Übergangschancen in eine berufliche Ausbildung.  „Warteschleifen“ im Übergang werden abgebaut.

Berufliche Orientierung

Hamburg hat zur Koordinierung schulunterstützender Maßnahmen in der Berufs- und Studienorientierung die Servicestelle BOSO eingerichtet. Sie unterstützt die Schulen bei der Maßnahmenplanung und –beantragung.

Das Land hat ein umfangreiches Konzept zur Berufs- und Studienorientierung verabschiedet. Ein wesentlicher Bestandteil ist die prozessorientierte Hamburger Potenzialanalyse (pHP). Im Baukastenprinzip besteht sie aus dem verpflichtenden Modul „Zukunft Jetzt! Entdecke deine Stärken“ und optionalen Modulen. Dazu gehören z.B. die Hamburger Werkstatttage 8 und 10 sowie „First Steps“, „Ich finde einen Praktikumsplatz!“, „Studienorientierungstag“, oder „Wo stehe ich? Wo will ich hin?“ der Servicestelle BOSO.

Das Modul „Zukunft jetzt! Entdecke deine Stärken!“ soll dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen handlungsorientiert, alters- und entwicklungsgerecht ihre individuellen Kompetenzen, Stärken und Interessen entdecken.

Das Modul Hamburger Werkstatttage 8 (HWst8) wird einwöchig in der 8. Klassenstufe umgesetzt. Es bietet Schülerinnen und Schülern einen Einstieg in die schulische Berufsorientierung durch die die Möglichkeit, in handlungsorientierten Situationen außerhalb der Schule erstes praktisches Handeln in professionell ausgestatteten Werkstätten zu erleben. Es hilft bei der Ausbildung eines konkreten Wunsches für das Praktikum in der Klassenstufe 9. Das Modul Hamburger Werkstatttage 10 (HWst10) ist ebenfalls einwöchig und steht ausgewählten Schülerinnen und Schülern in der 10. Klassenstufe offen, die noch unsicher bezüglich eines konkreten Berufes sind.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Die Berufsvorbereitungsschule (BVS) richtet sich insbesondere an schulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Die Berufsvorbereitungsschule soll Schülerinnen und Schüler mit oder ohne Behinderung befähigen, erfolgreich in die Berufsausbildung, in die Arbeitswelt oder in eine weiterführende Schule zu wechseln. Die BVS ist eine Schulform insbesondere für schulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Die BVS bietet bei entsprechenden Leistungen die Möglichkeit, einen Abschluss der Berufsvorbereitungsschule zu erwerben, der in seinen Berechtigungen dem ersten allgemeinbildenden Schulabschluss entspricht.

Am Übergang von der Schule in den Beruf ist es ein zentrales Ziel, Jugendlichen den Zugang in eine qualifizierte Berufsausbildung und zu einem allgemeinbildenden Schulabschluss zu ermöglichen. Im Rahmen der Reform der beruflichen Bildung in Hamburg wurden daher duale Maßnahmen entwickelt, die jungen Menschen bei ihrer Orientierung während dieser Übergangsphase helfen und ihnen Perspektiven für eine aktive Teilhabe am beruflichen Leben bieten. Alle Bildungsgänge sind inklusiv und bieten geeignete Unterstützung für Menschen mit Behinderungen an.

In der dualisierten Ausbildungsvorbereitung (AvDual) bereiten sich Jugendliche, die noch keine Berufswahlentscheidung getroffen haben und ohne Ausbildungsplatz sind, beruflich vor, mit dem Ziel des direkten Übergangs in die duale Berufsausbildung. AVM-Dual richtet sich an neu zugewanderte Jugendliche (s. Punkt Integration durch Ausbildung)

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für das Schuljahr 2018/2019 rund 450 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Hamburg vorgesehen.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

 

Integration durch Ausbildung

In der dualisierten Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten (AvM-Dual) mit integrierter Sprachförderung am betrieblichen Lernort lernen und arbeiten neu zugewanderte Jugendliche nach einer Eingangsphase wöchentlich drei Tage in der berufsbildenden Schule und zwei Tagen im Betrieb. Es kann ein Abschluss erworben werden, der in seinen Berechtigungen dem ersten oder mittleren allgemeinbildenden Schulabschluss entspricht. AvM Dual ist ab dem 1. Februar 2016 das Regelangebot für alle neu zugewanderten Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren in Hamburg, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Das Leuchtturmprojekt „Studienaussteiger in Berufsbildung“ (SHIFT) ist Teil der 2014 gestarteten Gesamtinitiative des BMBF zur Gewinnung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern für die berufliche Bildung. SHIFT ist ein Service der Stadt Hamburg und ihrer Partner zur Unterstützung der Entscheidungsfindung von Studienzweifler/innen und Studienaussteiger/innen. Zugleich überführt SHIFT interessierte Studienaussteiger/innen in eine passende Berufsausbildung und unterstützt Ausbildungsunternehmen bei der Suche nach geeigneten Studienaussteiger/innen als neue Auszubildende.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

    • Hamburger Straße 31
    • 22083 Hamburg
    • E-Mail-Adresse: webmaster@bsb.hamburg.de
    • Homepage: www.hamburg.de/bsb