Mecklenburg-Vorpommern

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Mecklenburg-Vorpommern
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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 83
Teilnehmer/innen-Plätze: 919


Mit der Bund-Länder-BA-Vereinbarung verzahnt Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Elemente der beruflichen Orientierung und baut die Berufsorientierung an Gymnasien aus. Eine Koordinierungsstelle unterstützt diesen Prozess.

In Mecklenburg-Vorpommern bilden die Potenzialanalyse, eine Umstrukturierung und Neuausrichtung des Faches „Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik“ (AWT und Informatik) und das Praxislernen zentrale Elemente zur Weiterentwicklung der beruflichen Orientierung.

Berufliche Orientierung

Mit dem Modellvorhaben „Integrierte Berufsorientierung“ soll der Übergang von der Schule in den Beruf nahtlos gestaltet werden. Die verschiedenen Elemente der beruflichen Orientierung werden dort miteinander verzahnt und weiterentwickelt. Eines der zentralen Elemente des Modellvorhabens ist das Fach „AWT und Informatik“, als Leitfach für die Berufs- und Studienorientierung für alle Schülerinnen und Schüler. Das Fach orientiert sich an den Themenfeldern der beruflichen Bildung und bietet Raum für ökonomische Bildung im Sinne des Entrepreneurship. Eine Koordinierungsstelle „Integrierte Berufsorientierung“ unterstützt die Schulen bei der Umsetzung.

Die Potenzialanalyse in Mecklenburg-Vorpommern wird prozesshaft umgesetzt. Dazu werden verschiedene Module mindestens einmal in den Phasen „Einstimmen“ (Jahrgangsstufe 7/8), „Erkunden“ (Jahrgangsstufe 8/9) und „Entscheiden“ (Jahrgangsstufe 9/10) durchgeführt. Das Instrument wird schrittweise an allen Schulen mit nichtgymnasialem Bildungsgang verpflichtend eingeführt und von Lehrkräften durchgeführt.

Der Berufswahlpass ist ab Jahrgangsstufe 7 für nichtgymnasiale Bildungsgänge verpflichtend und wird unter Anleitung der Lehrkraft des Faches „AWT und Informatik“ von den Jugendlichen fachübergreifend geführt.

Alle Schulen im Sekundarbereich I mit nichtgymnasialem Bildungsgang bieten mindestens eine Maßnahme zur praktischen Berufsorientierung an. Die Angebote umfassen die Werkstatttage aus dem Berufsorientierungsprogramm (BOP) wie auch außerschulische Berufsorientierungsmaßnahmen bestehend aus fünf Modulen, wie z. B. “Learn about skills – Der Berufswahlparcours” ab Jahrgangsstufe 7 oder „Face the chance – neue Wege durch Praktika“ ab Jahrgangsstufe 8.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 800 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen. Die Berufseinstiegsbegleitung ist in Mecklenburg-Vorpommern zentrales Instrument der individuellen Begleitung von Schülerinnen und Schülern mit entsprechendem Bedarf.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

 

Ausbau inklusiver Ansätze am Übergang Schule – Beruf

Mit der „Strategie der Landesregierung zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2023“ soll die Inklusion in der Schule und der Übergang in das Berufsleben verbessert werden. Durch eine Integration der Angebote und Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit entsteht ein verzahntes Übergangsmanagement, welches Jugendliche mit Behinderung vollumfänglich einbezieht. Darüber hinaus befasst sich im Rahmen des Modellvorhabens „Integrierte Berufsorientierung“ eine Arbeitsgruppe mit den notwendigen Strukturen in der Berufs- und Studienorientierung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

 

Integration durch Ausbildung

Seit dem Schuljahr 2015/2016 wird das Berufsvorbereitungsjahr für Ausländerinnen und Ausländer (BVJA) im Land angeboten. In jedem Landkreis bzw. in jeder kreisfreien Stadt gibt es mindestens eine BVJA-Standortschule. Der Bildungsgang ist als zweijähriges schulisches Berufsvorbereitungsjahr mit integrierter Sprachförderung angelegt. Im ersten Jahr des BVJA sollen Sprachkenntnisse (ggf. einschließlich einer erforderlichen Alphabetisierung) und Orientierungswissen vermittelt werden, als Grundlage für eine weitere Beschulung und die berufliche Integration. Am Ende der ersten Jahrgangsstufe sollen die Schülerinnen und Schüler das Sprachniveau B1 erreicht haben. Das zweite BVJA-Jahr ist auf die Ausbildungsvorbereitung und das Nachholen eines noch fehlenden schulischen Abschlusses ausgerichtet.

Hervorzuheben ist auch der Ansatz, junge Flüchtlinge über die Produktionsschulen auf eine Integration in Ausbildung vorzubereiten.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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    • Homepage: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/