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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 307
Teilnehmer/innen-Plätze: 2116


Mit der Bund-Land-Vereinbarung zur Initiative Bildungsketten wird in Sachsen der Übergang von der Schule in den Beruf verbessert. Ab dem Schuljahr 2019/2020 profitieren auch Schüler/innen an Gymnasien von Potenzialanalyse und Werkstatttagen.

Berufliche Orientierung ist als allgemeines Bildungsziel in den sächsischen Lehrplänen verankert. Sächsische Schulen sind verpflichtet, schuleigene Konzepte zur Beruflichen Orientierung zu entwickeln. Die strategische Ausrichtung für den Bereich der Beruflichen Orientierung liegt in Verantwortung der Sächsischen Staatsregierung. Grundlage dafür ist die 2009 unterzeichnete „Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Sächsischen Staatsregierung und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen“.

Berufliche Orientierung

Das Projekt „Praxisberater an Schulen“ ist eine der zentralen Landesmaßnahmen in der Berufsorientierung in Sachsen. Aufgabe ist eine umfassende individuelle Begleitung des Berufsorientierungsprozesses in den Schulen. Dazu gehört die „Kompetenzanalyse Profil AC Sachsen“, ein einheitliches Verfahren zur Kompetenzfeststellung an allgemeinbildenden Schulen in Klassenstufe 7 und 8, die von den Praxisberatern durchgeführt wird. Auf Grundlage der Ergebnisse der Kompetenzanalyse schließen sich ab der Klassenstufe 8 Werkstatttage an.

Ab dem Schuljahr 2019/2020 können erstmals auch Schülerinnen und Schüler an Gymnasien durch Potenzialanalyse und Werkstatttage von einer frühzeitigen, individuellen und praktischen Berufsorientierung profitieren.

Der Berufswahlpass wird seit dem Schuljahr 2014/2015 an allen allgemeinbildenden Schulen flächendeckend genutzt.

Mit der flächendeckenden Berufsorientierungsinitiative „SCHAU REIN! Woche der offenen Unternehmen Sachsen“ wird Jugendlichen ab Klassenstufe 7 praktische Berufliche Orientierung vor Ort in Firmen und Institutionen geboten.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

Die Weiterentwicklung regionaler Kooperationsstrukturen in der Beruflichen Orientierung spielt für die Fachkräftesicherung in Sachsen eine herausragende Rolle. Das Land hat bislang neun Regionale Koordinierungsstellen für Berufliche Orientierung (RKO) eingerichtet. Die RKO bewerten u. a. Förderanträge zur Berufs- und Studienorientierung unter regionalen Aspekten oder initiieren nachhaltige Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen. Sachsen strebt zudem die landesweite Etablierung der Jugendberufsagenturen an.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 2.100 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Sachsen vorgesehen. Seit Herbst 2012 steht das Instrument flächendeckend den Ober- und Förderschulen zur Verfügung.

Das „Produktive Lernen“ ist ein besonderes Bildungsangebot in den Klassenstufen 8 und 9 des Hauptschulbildungsgangs an acht Oberschulen in Brennpunktgebieten. Abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler werden mit diesem stärker praxisbezogenen Angebot zu einem dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Abschluss geführt und bei der Entwicklung konkreter beruflicher oder schulischer Anschlussperspektiven unterstützt. Grundlage sind eine veränderte Stundentafel, individualisierte Curricula und insgesamt sechs durch die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Praxisplätze.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

 

Ausbau inklusiver Ansätze am Übergang Schule – Beruf

Auch für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung soll möglichst eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erreicht werden. Seit dem Schuljahr 2011/2012 bietet Sachsen flächendeckend Unterstützungsangebote an. Gefördert werden die Bestandteile Potenzialanalyse, Unterstützerkreis, Praxistage/Praktika, Praxisauswertung und Fallberatung. Je nach Ergebnis der Maßnahmen schließt eine Übergangsbegleitung in Beschäftigung durch die Integrationsfachdienste.

In der Allianz zur Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderung setzen sich die Allianzpartner für die verstärkte betriebliche Erstausbildung von jungen Menschen mit Behinderung ein.

 

Integration durch Ausbildung

Der Freistaat Sachsen prüft mit Blick auf die Integration junger Geflüchteter, ob das von Baden-Württemberg entwickelte Analyseverfahren „2P – Potenzial & Perspektiven“ im Land erprobt und eingeführt werden soll. Mit 2P können die Kompetenzen sowie bildungsbiografische Informationen zugewanderter Schülerinnen und Schüler erfasst werden.

Mit dem Leuchtturmprojekt „Sachsenweites Netzwerk zur Gewinnung von Studienaussteigerinnen und Studienaussteigern für die berufliche Bildung im Rahmen der Initiative „Bildungsketten"- Quickstart Sachsen" werden alternative Qualifizierungswege in der beruflichen Bildung aufgezeigt. Das Projekt ist Teil der 2014 gestarteten Gesamtinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Gewinnung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern für die berufliche Bildung.

 
 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Sächsisches Staatsministerium für Kultus

    • Referat 44, Landesservicestelle Schule-Wirtschaft
    • Carolaplatz 1
    • 01097 Dresden
    • Homepage: https://www.smk.sachsen.de/