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ESF-Bundesprogramm
Berufseinstiegsbegleitung
bis Ende 2018


Ausgewählte Schulen: 495
Teilnehmer/innen-Plätze: 5269


Mit der Bund-Länder-Vereinbarung wird das Gesamtkonzept „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“ gestärkt. Alle Jugendlichen sollen von der Schule bis in den Beruf mit den richtigen Maßnahmen unterstützt werden.

NRW hat mit dem Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ein landesweit verbindliches, strukturiertes, transparentes,  geschlechtersensibles und Inklusion berücksichtigendes Gesamtsystem von der Schule in Ausbildung und Studium bis zum Schuljahr 2018/2019 schrittweise aufwachsend eingeführt, um Jugendlichen die Berufs- und Studienwahl zu erleichtern und den Einstieg ins Berufsleben zu  ebnen.

Die Umsetzung erfolgt in vier zentralen Handlungsfeldern:  Berufliche Orientierung, Systematisierung des Übergangs von der Schule in den Beruf und/oder Studium durch schlanke und klare Angebotsstrukturen, Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung und Kommunale Koordinierung. Als Grundlage dient das im Ausbildungskonsens NRW 2011 beschlossene Gesamtkonzept.

Dabei werden folgende Ziele angestrebt:

  • Unterstützung aller jungen Menschen in ihrem Prozess der Berufs-und Studienwahlentscheidung
  • Berufswahlspektrum verbreitern – junge Menschen entscheidungsfähig machen
  • Warteschleifen reduzieren – möglichst direkt in Ausbildung oder ins Studium einsteigen - jeder junge Mensch soll einen Anschluss an seinen (Schul-) Abschluss erhalten – dies bedingt auch ein Mehr an Ausbildungsstellen
  • Übergang von der Schule in den Beruf zu einem transparenten und nachhaltigen Gesamtsystem verändern
  • Prävention statt Nachsorge!

Alle Akteure arbeiten zusammen! Jeder auf Basis seiner gesetzlichen Grundlagen und Mittel.

Berufliche Orientierung

In der Jahrgangsstufe 8 nehmen alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen an einer eintägigen, trägergestützten Potenzialanalyse teil. Als Begleit- und Dokumentationsinstrument wird ein Portfolioinstrument eingesetzt.

Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung erhalten ab dem Schuljahr 2018/2019 die Möglichkeit an einer zweitägigen Potenzialanalyse teilzunehmen.

Schüler/innen mit einer (schwer-)Behinderung erhalten über KAoA-STAR ein auf die Zielgruppe angepasstes Angebot der Beruflichen Orientierung.

Mit betrieblichen Berufsfelderkundungen erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in mehrere Berufsfelder. Für Schülerinnen und Schüler mit einem individuellen Unterstützungsbedarf gibt es alternativ die trägergestützten Berufsfelderkundungen (Berufsorientierungsprogramm BOP des BMBF).

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 probieren sich die Schülerinnen und Schüler in einem zwei- bis dreiwöchigen Praktikum aus. Jugendliche mit individuellem Unterstützungsbedarf können darüber hinaus an trägergestützten Praxiskursen (max. dreimal drei Tage) teilnehmen oder absolvieren im Betrieb ein Langzeitpraktikum (ein Tag/Woche für max. ein Jahr).

Ein Projektkonsortium aus mehreren Bundesländern entwickelt unter der Federführung von Nordrhein-Westfalen den Berufswahlpass zu einem individuellen, digitalen Berufswahlmanager für Schülerinnen und Schüler. Voraussichtlich 2019 soll der neue Berufswahlpass in der Praxis erprobt und anschließend für alle nutzbar sein.

 

Weiterentwicklung des Übergangsbereichs zu einem System

In allen 53 Gebietskörperschaften in NRW werden Kommunale Koordinierungsstellen eingesetzt. Vorrangige Aufgabe und Ziel der kommunalen Koordinierung ist es, ein nachhaltiges und systematisches Übergangssystem Schule – Beruf aufzubauen, erforderliche Abstimmungsprozesse zu organisieren und die Maßnahmenvielfalt zu ordnen. In fast allen Regionen entstehen außerdem Jugendberufsagenturen in unterschiedlicher Ausprägung.

Um eine koordinierte Übergangsgestaltung zu erreichen, schließen alle Schülerinnen und Schüler eine Anschlussvereinbarung ab, in der sie die nächsten Schritte auf dem Weg zu ihrem Wunschberuf festhalten. Im Online-Portal EckO.NRW können die Angaben auf freiwilliger Basis anonymisiert zur Verfügung gestellt werden, um Anschlussangebote beim Übergang in den Regionen besser am Bedarf ausrichten zu können.

Die Kooperation und Koordination aller an der Umsetzung beteiligten Akteure ist ein wesentliches Gestaltungsprinzip von KAoA. Ein spezifisches Qualifizierungskonzept für Fachkräfte befördert das gegenseitige Verständnis und verbessert die Kooperation und Kommunikation untereinander. Das Angebot richtet sich insbesondere an Fachkräfte der kommunalen Stellen, Arbeitsagenturen und Jobcenter, Wirtschaft, Kammern, Lehrkräfte, Mitglieder der oberen und unteren Schulaufsicht sowie Bildungsträger, Träger der freien Jugendhilfe und der Sozialarbeit. Die Teilnahme der Kommunalen Koordinierungsstellen ist obligatorisch.

Die Produktionsschule.NRW richtet sich an Jugendliche, die eine allgemeinbildende Schule ohne ausreichende Betriebs- und Ausbildungsreife verlassen und für die Regelangebote der Berufsvorbereitung nicht ausreichen. In der Maßnahme können die Jugendlichen ihre Ausbildungsreife erlangen und motiviert werden, eine Lern- und Arbeitshaltung zu entwickeln. Das Förderangebot wird von freien Trägern in betriebsähnlichen Strukturen durchgeführt.

 

Individuelle Begleitung am Übergang Schule – Beruf

Eine individuelle Begleitung soll jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Im ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) sind für die Schuljahre 2015/2016 bis 2018/2019 jährlich rund 5.250 Plätze für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Nordrhein-Westfalen vorgesehen.

In der bundesweiten Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen werden Auszubildende durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter des Senior Experten Service (SES) begleitet. Das auf Freiwilligkeit und Hilfe zur Selbsthilfe basierende Coaching-Angebot bietet jungen Menschen Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

 

Integration durch Ausbildung

Das Leuchtturmprojekt Studienaussteiger/innen NRW - Next Career“ ist Teil der 2014 gestarteten Gesamtinitiative des BMBF zur Gewinnung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern für die berufliche Bildung. Das Projekt will nachhaltige Beratungsangebote über Qualifizierungswege in der beruflichen Bildung für Studierende, die an ihrem Studium zweifeln oder abbruchgefährdet sind aufbauen. Als zentrale und landesweite Netzwerkschnittstelle entwickelt es einheitliche Beratungs- und Qualitätsstandards und befördert koordinierten Austausch zwischen den vielfältigen Akteuren und Projekten in Nordrhein-Westfalen.

 
 




 

Dokumente

Ansprechpartner

  • Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen

    • 40190 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 5867-40
    • E-Mail-Adresse: poststelle@msb.nrw.de
    • Homepage: https://www.schulministerium.nrw.de/
  • Ministerium für Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen

    • Fürstenwall 25
    • 40219 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 855-5
    • E-Mail-Adresse: poststelle@mags.nrw.de
    • Homepage: https://www.mags.nrw/