BOF bringt Geflüchtete und Zugewanderte in die betriebliche Ausbildung

Bei einem Berliner Heizungsbauer absolvieren Teilnehmer des Programms „Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF)" ein Praktikum und eine Ausbildung. Viele Akteure tragen dazu bei, dass Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt gelingt.

Hagos Gebremichael an der Werkbank

Hagos Gebremichael an der Werkbank

BMBF / BOF (Fotografin: Julia Kreuzer)

Das Gelände liegt etwas versteckt zwischen dem Teltowkanal, der an dieser Stelle die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg bildet, und dem Zehlendorfer Stichkanal. Hier, im Berliner Südwesten in Lichterfelde, ist der Heizungsbauer Onasch zuhause. Der alteingesessene Betrieb beschäftigt seit einiger Zeit zwei Teilnehmer des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Programms "Berufliche Orientierung für Zugewanderte", kurz BOF.

Engagiert in der Ausbildung junger Menschen

Während Hagos Gebremichael ein Praktikum als Anlagenmechaniker macht und im Anschluss eine Ausbildung bei dem Heizungsbauer anstrebt, absolviert Abolfazl Mizban schon seit September 2018 im Anschluss an seinen BOF-Kurs bei der Innung SHK Berlin eine Ausbildung in diesem Beruf. In den BOF-Kursen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auch Hagos und Abolfazl durch verschiedene Maßnahmen auf die Arbeitswelt vorbereitet. Dazu zählen das Erlernen der Fachsprache und Fachkenntnisse für den angestrebten Ausbildungsberuf. Die Teilnehmenden werden zudem von einer Begleiterin oder einem Begleiter individuell unterstützt. Die BOF-Kurse finden wie im Fall des Heizungsbauers Onasch in Lehrwerkstätten und Betrieben statt. Das erhöht auch die Chance, dass durch das gegenseitige Kennenlernen eine längere Arbeitsbeziehung bestehen bleibt.

Wie Hagos Gebremichael und Abolfazl Mizban ihren Weg ins Arbeitsleben geschafft haben, lesen Sie in einem Bericht aus der Praxis des Berufsorientierungsprogramms.

Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF)

Mit dem Programm „Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden junge Geflüchtete und Zugewanderte auf ihrem Weg in eine Ausbildung unterstützt. Während der bis zu 26-wöchigen BOF-Kurse lernen die Teilnehmenden Fachsprache und Fachkenntnisse für den angestrebten Ausbildungsberuf. Dabei erfolgt die Vorbereitung auf die Berufsschule ganzheitlich: sprachbewusster Fachunterricht und sprachbewusstes Arbeiten sind auch in der Werkstatt oder den Praxisräumen umzusetzen. Fachinhalte werden in den Sprachunterricht eingebracht. Während des BOF-Kurses werden Teilnehmende von einer sozialpädagogischen Begleitung individuell betreut.