Individuelle Begleitung

Manche Jugendliche brauchen auf dem Weg in die Ausbildung mehr Unterstützung als andere. Förderinstrumente wie die Berufseinstiegsbegleitung helfen bei Problemen bereits in der Schule, die Coaches der Initiative VerA unterstützen in der Ausbildung.

Jugendlicher wird individuell von älterer Frau beim Lesen unterstützt

shutterstock, Elnur

Berufseinstiegsbegleitung

Bereits in der Schulzeit setzen erste Unterstützungsleistungen für Jugendliche ein. Dazu zählt beispielsweise die individuelle Begleitung. Die Berufseinstiegsbegleiterinnen und Berufseinstiegsbegleiter unterstützen Jugendliche ab den Vorabgangsklassen kontinuierlich und individuell von der Schule bis in die Berufsausbildung. Sie helfen insbesondere Schülerinnen und Schülern dabei, ihren Schulabschluss zu schaffen und den Übergang in die Ausbildung möglichst direkt zu meistern.

In der schulischen Phase erfüllen die Berufseinstiegsbegleiterinnen und Berufseinstiegsbegleiter vielfältige Aufgaben. Sie unterstützen die jungen Menschen unter anderem dabei,

  • ihre Persönlichkeit zu entwickeln,
  • den Schulabschluss zu schaffen,
  • an Veranstaltungen zur Beruflichen Orientierung, Praktika etc. teilzunehmen,
  • Bewerbungsgespräche zu bewältigen,
  • sich im ersten Ausbildungsjahr zurechtzufinden und voranzukommen.

Die Berufseinstiegsbegleiterinnen und Berufseinstiegsbegleiter betreuen die jungen Menschen persönlich, analysieren mit ihnen Stärken und Schwächen und steigern die Motivation. Aus den Ergebnissen der Potenzialanalyse leiten sie Förderpläne ab, um die Jugendlichen individuell an die einzelnen Stationen im Berufswahlprozess heranzuführen. Bei Bedarf organisieren sie weitere Unterstützungsangebote.

Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein Regelangebot der Bundesagentur für Arbeit (§49, Sozialgesetzbuch, Drittes Buch), das durch Dritte kozufinanzieren ist. Nach langjähriger Erprobung und Kofinanzierung durch den Bund übernehmen inzwischen mehrere Bundesländer die Kofinanzierung und bieten die Maßnahme an ihren Schulen an.

Individuelle Angebote der Länder

In der schulischen Phase bieten Länder neben der Schulsozialarbeit zum Teil landesspezifische Angebote zur individuellen Begleitung: „Jobfux" in Rheinland-Pfalz beispielsweise richtet sich an Schülerinnen und Schüler in den Abgangs- und Vorabgangsklassen an Schulen mit dem Bildungsgang „Berufsreife“. „Jobfux“ wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und durch die Stadt Mainz gefördert. Im Vordergrund steht der nahtlose Übergang in eine Ausbildung und damit der Einstieg in ein qualifiziertes Berufsleben.

Regionale Übergangskoordinatorinnen und Übergangskoordinatoren unterstützen in Thüringen Schülerinnen und Schüler, die unsicher in ihrer Berufswahl sind und nicht über geeignete, ausbildungs- und studienmarktkonforme Voraussetzungen verfügen. Diese helfen jungen Menschen individuell dabei, ihre Interessen, Neigungen und Stärken zu entdecken und zu fördern. Neben Jugendlichen mit individuellen Beeinträchtigungen oder Problemen im sozialen Lebensalltag werden auch Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unterstützt. Die Übergangskoordination arbeitet eng mit Schulen und weiteren Akteuren wie der Bundesagentur für Arbeit und Integrationsfachdiensten zusammen.