Maßnahmen zur Integration

Die gezielte Unterstützung von Jugendlichen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Übergangsbereich soll den Einstieg in eine Ausbildung erleichtern. Dazu bieten Bund und Länder verschiedene Fördermaßnahmen durch die Initiative Bildungsketten an.

Auszubildender mit Migrationshintergrund in Fahrradladen

iStock, Morsa Images

Damit junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund eine Ausbildung beginnen können, benötigen sie ausreichende Sprachkenntnisse. Ebenso wichtig sind grundlegende fachliche Kompetenzen, die Ausbildungsbetriebe von Bewerberinnen und Bewerbern erwarten. Die vielfältigen Angebote zur Ausbildungs- und Berufsvorbereitung zielen darauf ab, Hemmnisse auf dem Weg in eine berufsqualifizierende Ausbildung abzubauen. Beispiele hierfür sind:

Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF) 

Das Programm "Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF)" bereitet junge, nicht mehr schulpflichtige Geflüchtete und Zugewanderte mit Unterstützungsbedarf auf eine Ausbildung im Handwerk vor. Während der BOF-Kurse lernen die Teilnehmenden Fachsprache und Fachkenntnisse für den angestrebten Ausbildungsberuf. Dabei werden sie von einer Begleiterin oder einem Begleiter individuell unterstützt. BOF-Kurse finden in Lehrwerkstätten und Betrieben statt. BOF wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.  

Eine Übersicht zu den BOF-Projekten finden Sie in der Projektlandkarte des Berufsorientierungsprogramms.

Einstiegsqualifizierung Plus Plus (EQ++) 

Die Einstiegsqualifizierung Plus Plus (EQ++) bietet jungen Migrantinnen und Migranten, die bereits an der Einstiegsqualifizierung Plus teilnehmen, zusätzlich Sprachförderung. Dazu bedarf es der Zustimmung des Betriebs. Zum Ende der Maßnahme wird das Sprachniveau B1 angestrebt. Bei EQ++ werden verstärkt allgemeine Sprachkenntnisse für den Beruf vermittelt. Sachsen-Anhalt bietet EQ+ und EQ++ an. Beide Angebote zielen darauf ab, einen Einstieg in eine Ausbildung zu ermöglichen.

Die Einstiegsqualifizierung für Migranten (EQ-M) ist ein Bildungsgang für junge Migrantinnen und Migranten zwischen 18 und 25 Jahren. Das Angebot eignet sich für nicht schulpflichtige Neuzugewanderte, die zur Vorbereitung auf die Ausbildung noch Sprachförderung benötigen. Der Schwerpunkt liegt auf den Berufsfeldern Handel und Dienstleistung, Gewerbe und Technik sowie Gesundheit und Pflege. EQ-M wird als berufsspezifisches Beschulungsangebot an Hamburger Berufsschulen durchgeführt.

Produktionsschule Plus

Das Projekt Produktionsschule Plus unterstützt junge Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Migrantinnen und Migranten dabei, Sprachkenntnisse zu erwerben und eine Berufsausbildung aufzunehmen. Die Unterstützung besteht aus praktischer Berufsorientierung, individuellem Kompetenztraining, intensivem Sprachtraining sowie sozialpädagogischer Betreuung. Am Ende des Projektes haben sie eine klare berufliche und soziale Perspektive. Das Projekt wurde in der Initiative Bildungsketten mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern vereinbart. Es erfolgt in den Produktionsschulen in Mecklenburg-Vorpommern und orientiert sich an deren pädagogischem Konzept. Produktionsschulen verbinden berufliches und soziales Lernen mit erwerbsorientierter Produktion und Dienstleistung.

Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA

Regionale KAUSA-Servicestellen und KAUSA-Landesstellen unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund beim Übergang in eine betriebliche Ausbildung. So informieren sie über das duale Ausbildungssystem, Ausbildungsberufe und Karrierewege, die eine duale Ausbildung ermöglicht.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die regionalen KAUSA-Servicestellen im Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus. Die KAUSA-Landesstellen und die ab 2022 beginnenden KAUSA-Transfer-Projekte werden im Kontext der Initiative Bildungsketten gefördert. Die projektbegleitende Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA) gehört zu der Initiative Bildungsketten.

Informationen zu den KAUSA-Projekten finden Sie in der Bildungsketten-Projektlandkarte.