Übergang

Schnell und praxisnah in die Ausbildung, ohne unnötige Warteschleifen: Auch im Übergangsbereich setzen Bund und Länder auf eine zielgerichtete Unterstützung. Hierfür stehen mit der Initiative Bildungsketten verschiedene Förderinstrumente bereit.

Mädchen mit Aktenordnern vor Eingang einer Schule

 Adobe Stock, Jürgen Fälchle

Der Übergangsbereich zwischen Schule und Ausbildung hat eine wichtige soziale Funktion. In dieser Phase sollen junge Menschen, die nach der allgemeinbildenden Schule noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, auf eine Berufsausbildung vorbereitet werden.

Mit der Initiative Bildungsketten stellen der Bund, die Länder und die Bundesagentur für Arbeit Unterstützungsangebote im Übergangsbereich zur Verfügung. Der Fokus liegt auf einem möglichst direkten Einstieg in Ausbildung und Beruf. Jugendliche sollten an der sogenannten ersten Schwelle – am Übergang vom Schulabschluss in die Berufsausbildung – Bescheid wissen, welche beruflichen Optionen sie haben. Jeder ausbildungsinteressierte junge Mensch soll die Möglichkeit erhalten, einen qualifizierenden Berufsabschluss zu erwerben.

Übergangsbereich weiterentwickeln

Die Bildungsketten-Evaluation „Erfolgreiche Übergänge in die betriebliche Ausbildung“ zeigt, dass noch Optimierungsbedarf in vielen Bereichen des Übergangs Schule – Beruf besteht. Das betrifft insbesondere die Koordinierung und Planung der Maßnahmen von Bund und Ländern.

Mit der Initiative Bildungsketten unterstützt der Bund die Länder dabei, Konzepte und Fördermaßnahmen für einen gelingenden Übergang weiterzuentwickeln. Der Übergangsbereich wird schrittweise neugestaltet. Dazu schließen der Bund und die Bundesagentur für Arbeit mit den Ländern entsprechende Vereinbarungen.

Es gibt folgende Unterstützungsangebote im Übergang Schule – Beruf:

Individuelle Begleitung

Jugendliche mit Förderbedarf werden individuell unterstützt, beispielsweise durch die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb), Assistierte Ausbildung (AsA) oder ehrenamtliche Ausbildungsbegleitung der Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. weiterlesen

Maßnahmen im Übergangsbereich

Eine effiziente Vorbereitung auf die Ausbildung ermöglichen Maßnahmen nach dem Sozialgesetzbuch III. Dies sind insbesondere die Einstiegsqualifizierung (EQ) und Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB). weiterlesen

Schulische Angebote

Die Länder bieten berufsvorbereitende Angebote an Berufsschulen und schulische Ausbildungsgänge an. Ein Beispiel hierfür ist die duale Ausbildungsvorbereitung, die durch einen hohen betrieblichen Praxisanteil gekennzeichnet ist. weiterlesen

Maßnahmen zur Integration

Viele junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund streben eine betriebliche Ausbildung an. Oft geht es darum, Deutschkenntnisse zu verbessern und Fachkompetenzen anzueignen. Maßnahmen wie die „Berufliche Orientierung für Zugewanderte“ (BOF), „Einstiegsqualifizierung für Migranten“ (EQ-M) oder Produktionsschule Plus bereiten auf eine spätere Berufsausbildung vor. weiterlesen